Ex-Planer vor dem Untersuchungsausschuss -
"Learning by doing" - so wurden Kabel am BER verlegt
Joachim Korkhaus war BER-Projektplaner, doch auch er konnte das Chaos auf der Baustelle irgendwann nicht mehr überblicken. Am Freitag musste er bereits zum zweiten Mal im Untersuchungsausschuss erklären, wie es zu den Verzögerungen am Flughafen kommen konnte. Nun hat er weitere Versäumnisse eingeräumt - und weitere Probleme benannt.
Das Planungschaos am Flughafen BER reicht mindestens bis ins Jahr 2009 zurück. Das geht aus Aussagen des Ex-Gesamtprojektleiters Joachim Korkhaus im Abgeordnetenhaus hervor.
Für die Entrauchung hätten Ende 2009 rund 3000 Pläne vorliegen müssen, es gab aber nur 500, wie Korkhaus am Freitag im Untersuchungsausschuss sagte. Schon 2010 sei es deshalb zu Verzögerungen am Bau des Terminals gekommen.
Viele Firmen hätten Kabel planlos verlegt, bis 2011 auf den Kabeltrassen kein Platz mehr gewesen sei. Korkhaus bestätigte, dass versucht wurde, Probleme nach der Methode "learning by doing" direkt an der Kabeltrasse zu lösen. "Dass es kritisch war, war uns bewusst", sagte Korkhaus. Die Planer hätten aber nicht in allen Bereichen Platz für weitere Trassen gefunden.
Er habe auch nicht genau gewusst, welche einzelnen Aufgaben die Firmen hatten. Eine Kontrolle der Planer und Projektsteuerer fand nur statt, wenn es Mängelmeldungen der Firmen gab. Es habe auch keinen Verantwortlichen gegeben, der regelmäßig ohne Anlass den Bau kontrolliert hätten. All das habe zur Absage der Eröffnung 2012 beigetragen.
Wer ist schuld an den Verzögerungen beim Bau des BER? Um diese Frage zu klären, befragte der Untersuchungsausschuss im Berliner Abgeordnetenhaus am Freitag den früheren Gesamt-Projektleiter des Flughafen-Neubaus. Joachim Korkhaus aber weist die Verantwortung für die geplatzte Eröffnung von sich - und sieht die Schuld woanders.
Martin Delius (Piraten), Vorsitzender des Untersuchungsausschusses, sagte nach der Befragung: "Das sind schon sehr krasse Erkenntnisse, die wir aus der heutigen Befragung ziehen konnten. Herr Korkhaus hat in der letzten Befragung angegeben, dass er nichts mit den Controllingberichten zu tun hat. Jetzt wissen wir, dass er sehr wohl maßgeblich an der Erstellung der Controllingberichte beteiligt war. Die Unterlagen lassen den Schluss zu, dass unrechtmäßig Einfluss auf die Controllingberichte verübt wurden." Korkhaus habe zudem klargemacht, dass es kein Vertrags- und kein Finanzcontrolling seitens der Flughafengesellschaft gegeben hätte. Man hätte sich vollständig auf die beteiligten Firmen verlassen.
Von der Projektleitung ins "Sprint"-Team von Mehdorn
Korkhaus, der heute im "Sprint"-Team von Flughafen-Chef Hartmut Mehdorn arbeitet, musste bereits zum zweiten Mal im Untersuchungsausschuss aussagen. Zuletzt hatten die Abgeordneten Zweifel an seinen Auskünften. Der Ausschuss versucht seit über einem Jahr zu klären, wer an der Verzögerungen am Flughafen schuld ist. Doch der frühere Projektleiter konnte das schon im Dezember 2013 nicht erklären - und damit die Parlamentarier enttäuscht. Damals hatte er gesagt, dass er immer wieder auf Rückstände hingewiesen habe.
"Im Terminal war es so, dass wir jeden Monat merkten, dass die Kosten schon wieder ein Prozent höher lagen, als wir vier Wochen zuvor dachten", sagte der 56-Jährige. Es habe jeden Monat neue Überraschungen gegeben - was 200 bis 300 Mängelrügen durch den Flughafen nach sich gezogen habe, erklärte Korkhaus im vergangenen Dezember. Der Bauüberwachung und der Steuerung habe es an Personal gefehlt, das sich mit technischer Gebäudeausstattung auskenne, kritisierte Korkhaus.
"Korkhaus hat als Planer kolossal versagt"
Frank Zimmermann (SPD) hatte damals in seinen Aussagen einen Widerspruch gesehen. Korkhaus habe einerseits auf Probleme etwa bei den Planern hingewiesen, habe aber bis kurz vor Ultimo gesagt, man schaffe es. Auch Jutta Matuschek (Linke) hatte die Aussagen von Korkhaus skeptisch gesehen. Zu seiner Funktion habe unter anderem das Vertragskontrolling zu den Planern, zu den Projektsteuerern und zu den einzelnen Firmen gehört, so Matuschek. "Und er erzählt uns hier ernsthaft, er hätte erst am 4. Mai die Erkenntnis gewonnen, dass die Inbetriebnahme nicht möglich ist." Korkhaus habe als Gesamtprojektleiter kollossal versagt.
2014 soll der BER erstmals fliegen
15. Januar 2014
Im Juli soll der Probebetrieb am Nordpier beginnen - und im kommenden Jahr dann der ganze BER ans Netz gehen. Flughafenchef Hartmut Mehdorn will Nägel mit Köpfen machen und geht Mitte Januar mit diesem Statement in die Offensive.
15. Januar 2014
Der erste Prozess um Schadenersatz beginnt vor dem Landgericht Potsdam: Mindestens 48 Millionen Euro will die Fluglienie Air Berlin von der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg haben. Die Richter nehmen dem Unternehmen den Wind aus den Segeln und vermissen erstmal die Grundlagen für diese Forderung.
8. Januar 2014
Das Berliner Abgeordnetenhaus muss sich noch einmal mit der Forderung nach einem erweiterten Nachtflugverbot am neuen Flughafen BER und in Tegel beschäftigen. Dazu wird das Parlament durch die Volksinitiative gezwungen, die die Friedrichshagener Bürgerinitiative (FBI) gestartet hatte. Für eine Volksinitiative mussten mindestens 20.000 gültige Unterschriften zusammenkommen. Genau 23.666 Unterschriften wurden nun gezählt.
2013: Mehdorn soll es richten
13. Dezember 2013
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) wird vom Aufsichtsrat der Berlin-Brandenburger Flughafengesellschaft erneut zum Aufsichtsratschef gewählt. "Ich bin mir bewusst, dass das sicher nicht auf allen Seiten eine breite Zustimmung findet", sagt Wowereit über seine Wiederwahl. Es habe jedoch für den Posten nicht viele Vorschläge und Überlegungen gegeben.
23. Oktober 2013
Nach monatelangem Streit in der Führungsebene des neuen Flughafens setzt der Aufsichtsrat Horst Amann als technischen Geschäftsführer der Flughafengesellschaft ab. Amann übernimmt ab dem 1. November die Leitung der Flughafen Energie und Wasser GmbH, einer Tochter der Flughafengesellschaft. Einen neuen Technik-Chef soll es nicht geben. Wesentliche Aufgaben übernimmt Flughafen-Chef Mehdorn.
16. August 2013
Flughafenchef Hartmut Mehdorn setzt sich im Aufsichtsrat mit seinem Plan für eine Teileröffnung des BER durch. Danach soll der Nordpier für einen Test umgebaut werden; Starts und Landungen von bis zu zehn Maschinen sind angedacht. Der Aufsichtsrat gibt allerdings zunächst nur "gelbes" Licht: Mehdorn darf weiterplanen, Geld gibt es aber noch keines.
14. Juni 2013
Anders als die Bewohner im Südwesten - hier wurde die Flugroute über den Wannsee gekippt - haben die im Südosten mit ihrer Klage keinen Erfolg. Der Müggelsee darf überflogen werden. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg lässt die geplante BER-Flugroute zu.
Als Air-Berlin-Chef verklagte Hartmut Mehdorn den BER - jetzt hat er bei dem Flughafenbau selbst den Hut auf. Doch mit krassen Richtungswechseln hat Mehdorn kein Problem. Bei der defizitären Bahn riss er erfolgreich das Steuer herum. Verhilft Mehdorn nun auch dem Pannen-Projekt BER zum Erfolg?
11. März 2013
Hartmut Mehdorn, früher Chef der Deutschen Bahn und später von Air Berlin, tritt als neuer BER-Chef an. Zuvor hatte der frühere Frankfurter Flughafenchef Wilhelm Bender den Posten abgelehnt. Mehdorn schlägt vor, den Flughafen Tegel länger offenzuhalten, als ursprünglich geplant. Der Vorschlag trifft auf großen Widerstand. Mehdorn setzt ein "Sprint"-Programm auf. Mit Hilfe einer Expertengruppe soll die Eröffnung des BER beschleunigt werden.
Mit der Wende startete Matthias Platzeck als zunächst grüner Politiker durch. TV-Auftritte machten den "Deichgrafen" während des Oderhochwassers 1997 bundesweit populär. Der Flughafen stellt den engagierten SPD-Politiker jetzt auf eine harte Probe.
23. Januar 2013
Das Oberwaltungsgericht Berlin kippt die Flugroute vom BER über den Wannsee: Diese führe zu dicht am Forschungsreaktor auf dem Gelände des Helmholtz-Zentrums für Materialien und Energie vorbei.
14. Januar 2013
Brandenburgs Ministerpäsident Matthias Platzeck (SPD) gewinnt im Landtag die von ihm selbst eingebrachte Vertrauensabstimmung und holt sich so Rückendeckung für sein Aufsichtsratsamt.
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) tritt als Aufsichtsratsvorsitzender zurück. Seinen Posten übernimmt am 16. Januar sein brandenburgischer Amtskollege Matthias Platzeck (SPD), während Wowereit dessen Stellvertreteramt übernimmt - eine viel kritisierte Personalrochade.
Es sollte so schön werden am 3. Juni 2012: Mit einer großen Eröffnungsfeier sollte der BER an den Start gehen, stattdessen kam der Absturz. Bislang ein Schrecken ohne absehbares Ende, meint Holger Hansen, rbb Landespolitik.
6. Januar 2013
Paukenschlag in Schönefeld: Die Eröffnung des Flughafens wird erneut verschoben. Der Flughafen wird frühestens 2014 in Betrieb gehen, eventuell sogar erst 2015. Die Nachricht sorgt für ein heftiges politisches Beben.
2012 - 2013: Dritte Verschiebung - es riecht nach Ärger
27. September 2012
Das Berliner Abgeordnetenhaus setzt einen Untersuchungsausschuss ein: Dieser soll Ursachen, Konsequenzen und die Verantwortung für die Kosten- und Terminüberschreitungen beim BER-Bau aufklären. Mittlerweile gibt es zahlreiche Berichte über Baupannen, Verzögerungen und Fehlplanungen - so soll der Flughafen dem Passagieraufkommen schon bei Eröffnung nicht gewachsen sein.
7. September 2012
Der neue Starttermin wird offiziell vom Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft verkündet: 27. Oktober 2013.
Das Bundesverwaltungsgericht weist die Klagen von Bürgern aus Berlin-Lichtenrade, Zeuthen, Rangsdorf und Kleinmachnow gegen den Planfeststellungsbeschluss zurück. Damit ist die Airport-Eröffnung juristisch nicht mehr angreifbar.
Juni 2012
Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg spricht den Anwohnern das Recht auf besseren Schallschutz zu.
17. Mai 2012
Der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft gibt nach einer mehr als zehnstündigen Marathon-Sitzung den neuen Eröffungstermin bekannt: Der BER soll nun am 17. März 2013 in Betrieb gehen.
Die geplatzte Eröffnung des drittgrößten deutschen Flughafens kostet den Planungschef Manfred Körtgen seinen Posten. Beendet wird auch die Zusammenarbeit mit dem Generalplanungskonsortium PGBBI, zu der auch das renommierte Büro des Flughafen-Architekten Meinhard von Gerkan gehört.
Auf dem neuen Flughafen in Schönefeld sollen am Ende 45 Millionen Fluggäste pro Jahr abgefertigt werden können. Direkt vor dem Terminal entsteht die Airport City, für Büros und Geschäfte. Eine Übersicht, wie der BER einmal aussehen soll.
8. Mai 2012
Die Eröffnung von BER wird aus Brandschutzgründen zunächst auf unbestimmte Zeit verschoben, zum zweiten Mal. Ursprünglich hatte die Flughafengesellschaft einen Termin im November 2011 angepeilt.
Januar 2012
Die Flugrouten werden offiziell bekanntgegeben - und sorgen erwartungsgemäß in mehreren Regionen für Aufruhr. Vor allem der Berliner Müggelsee steht in den kommenden Monaten im Zentrum zahlreicher Proteste von Anwohnern, die jeweils montags gegen den Überflug von Friedrichshagen protestieren.
2009 - 2011: Erste Pannen - Proteste gegen die Flugrouten
Oktober 2011
Das Bundesverwaltungsgericht gibt grünes Licht für nächtliche Flüge in den Randzeiten. Der Airport kann ohne weitere Einschränkungen an den Start gehen.
Seit Beginn der ersten Planungen beschäftigt der BER die Justiz: Anwohner klagten gegen den Standort in Schönefeld, dann gegen die Flugrouten und Lärmbelastung. Mittlerweile geht es auch um Schadenersatz. Eine Chronologie der Gerichtsentscheidungen.
Juli 2011
Nach monatelangen Beratungen in der Fluglärmkommission folgt die Flugsicherung mit einem neuen Vorschlag dem Kompromiss des Gremiums. In den brandenburgischen Anrainerkommunen und rund um den Berliner Müggelsee geht der Protest weiter.
September 2010
Die Deutsche Flugsicherung legt einen ersten Flugrouten-Vorschlag vor. Tausende Betroffene gehen dagegen auf die Straße. Die festgelegten Flugrouten stimmen nicht mit denen in den Planungsunterlagen überein. Es gibt neue Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss.
Juni 2010
Wegen der Pleite einer Planungsfirma und verschärften Sicherheitsbestimmungen wird die für November 2011 geplante Eröffnung des Flughafens auf den 3. Juni 2012 verschoben.
Oktober 2009
Das Brandenburger Verkehrsministerium erlässt eine neue Nachtflugregelung: Keine Starts und Landungen von Mitternacht bis 5.00 Uhr morgens, Ausnahmen sind Post- und Regierungsmaschinen sowie Notfälle.
2005 - 2008: Baustart mit Hindernissen
Oktober 2008
Nach 85 Jahren schließt der Flughafen Tempelhof. Eine Bürgerinitiative hatte noch versucht, den Traditionsflughafen per Volksentscheid zu retten, war aber gescheitert.
Juli 2008
Erster Spatenstich für das Flughafen-Terminal
September 2006
Erster Spatenstich in Schönefeld
März 2006
ImMärz 2006 weist das Bundesverwaltungsgericht die Musterklagen von 4.000 Anwohnern und vier Gemeinden gegen den Planfeststellungs-Beschluss zum überwiegenden Teil ab. Der Baustopp wird kurz danach aufgehoben - allerdings unter verschärften Lärmschutzauflagen.
April 2005
Die Leipziger Richter geben Eilanträgen mehrerer Anwohner statt und verhängen einen weitgehenden Baustopp bis zu einer endgültigen Entscheidung. Zulässig sind nur Bauvorbereitungen.
2000 - 2004: Grünes Licht für den BBI
August 2004
Zum Abschluss des Genehmigungsverfahrens gibt der Planfeststellungsbeschluss grünes Licht: Der BBI - so der Arbeitstitel - darf unter Auflagen gebaut werden. Im Oktober reichen tausende Gegner beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig Klagen ein.
Mai 2003
ImMai 2003 scheitert endgültig die geplante Privatisierung der Bauarbeiten durch einen Generalübernehmer, weil die Bewerber aus Sicht der Gesellschafter keine finanziellen Risiken tragen wollen. Das Projekt BER wird ab jetzt in öffentlicher Regie weiterverfolgt. Der Abbruch des Privatisierungsverfahrens kostet laut Presseberichten 41 Millionen Euro.
2002
2002 wird eine Grundsatzvereinbarung unterzeichnet, der Flughafen soll diesen Planungen zufolge 2008 in Betrieb gehen.
Von der Eröffnung 1946 bis zur zur Wende war Schönefeld "Zentralflughafen" der DDR. Angeflogen wurden Dutzende Staaten - für DDR-Bürger jedoch meist nur die im Osten.
1999
Laut Planungsverfahren soll der Flughafen komplett unter privater Regie gebaut und betrieben werden. 20 Unternehmen und sieben Konsortien bewerben sich um die Konzession. Den Zuschlag erhältein Konsortium um den Essener Baukonzern Hochtief. Der Vergabebescheid wird vom Brandenburgischen Oberlandesgericht aber wegen Verfahrensfehlern kassiert.
Dezember 1999
Die Schönefelder Flughafengesellschaft reicht die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren ein. Und die Bevölkerung aus dem betroffenen Südosten der Stadt läuft wie erwartet Sturm. Hauptstreitpunkt ist natürlich der zu erwartende Fluglärm.
Juni 1996
Bundesverkehrsminister Wissmann, Berlins Regierender Bürgermeister Diepgen und Brandenburgs Ministerpräsident Stolpe fällen den so genannten Konsensbeschluss: Sie empfehlen der Flughafengesellschaft eine Standortentscheidung zu Gunsten von Schönefeld Süd sowie die Schließung der Flughäfen Tegel und Tempelhof.
Juni 1993
Für Jüterbog Ost, Schönefeld Süd und Sperenberg wird das Raumordnungsverfahren beantragt. Das politische Tauziehen um den Mega-Airport und die Milliardeninvestition beginnt. Der Bund will lieber in Schönefeld als in einen Flughafen irgendwo in der märkischen Heide investieren.
Dezember 1989
Die Mauer ist gerade gefallen, da will der West-Berliner Senat zwei Millionen D-Mark in eine Joint-Venture-Gesellschaft mit der DDR zum Ausbau des Flughafens Schönefeld investieren. Anfang der 1990er Jahre ist es dann soweit - die Region brauche einen neuen Großflughafen, wird die Forderung in Potsdam und Berlin gleichermaßen formuliert. Acht mögliche Standorte werden auf ihre Tauglichkeit getestet.
Seit 15 Jahren tobt der Streit über die "Dresdner Bahn" in Lichtenrade: Weil der Ort durch eine geplante Bahntrasse zum BER geteilt werden würde, fordern die Anwohner eine Untertunnelung des Ortes. Lange sagte die Deutsche Bahn Nein - doch Bahnchef Grube scheint nun seine Meinung geändert zu haben.
Eigentlich gibt es den Flughafen Tegel ja schon überhaupt nicht mehr. Aber ohne den neuen Flughafen BER in Schönefeld herrscht nach wie vor Hochbetrieb in TXL. Besonders wenn Ferien sind, Schnee und Eis den Betrieb erschweren und dennoch alles wie am Schnürchen laufen soll. Von Thomas Rautenberg
Eine Zeitlang war es ein beliebtes Thema, die Spekulation über die Eröffnung des Flughafens BER. Inzwischen ist das Interesse ein wenig erlahmt, ein Termin nach dem anderen platzte. Und nach Hartmut Mehrdorns Ausführungen im Verkehrsausschuss des Bundestages wird klar: Selbst der Termin für die Terminverkündung wackelt. Von Alex Krämer
Das war zu erwarten: Der Bundestag lehnt ein längeres Nachtflugverbot am BER ab. Die Mehrheit von CDU/CSU und SPD schmetterte am Donnerstagabend einen entsprechenden Antrag der Linkspartei ab. Sie hatte gefordert, die nächtliche Ruhezeit am BER von fünf auf acht Stunden, von 22 bis 6 Uhr, ...