Fluggäste beim Check-in auf dem Flughafen Berlin-Tegel (Quelle: imago)

Tegel schultert die Hauptlast - Berlin stellt neuen Rekord bei Zahl der Fluggäste auf

Auch ohne den geplanten BER zieht Berlin immer mehr Fluggäste an. Von Januar bis Juni 2013 wurde ein neuer Rekord aufgestellt. Doch während in Tegel die Zahl deutlich stieg, ist sie in Schönefeld gesunken.

Im ersten Halbjahr 2013 hat Berlin einen neuen Rekord bei der Zahl der Fluggäste aufgestellt: Von Januar bis Juni nutzten 12,4 Millionen Passagiere die Altflughäfen Tegel und Schönefeld. Das waren 4,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und damit so viele wie nie zuvor, wie die Betreiber am Montag mitteilten.

Doch die Last ist höchst ungleich verteilt. Die zusätzlichen Fluggäste gingen komplett auf das Konto des ohnehin bereits überlasteten Flughafens Tegel. Mit 9,2 Millionen Passagieren waren es dort 9,1 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2012. In Schönefeld hingegen sank die Zahl der Flugreisenden um 7,1 Prozent auf 3,2 Millionen. Ein Grund dafür ist der Umzug der Lufthansa-Tochter Germanwings nach Tegel im vergangenen Oktober.

Weiterbetrieb von Tegel

Tower und Flughafengebäude Tegel (Quelle: dpa)

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Mehr Starts und Landungen in Tegel

Trotz der gestiegenen Passagierzahlen nahm die Zahl der Flüge jedoch insgesamt ab. Mit gut 116.000 Starts und Landungen lag sie 1,3 Prozent unter der des Vorjahreszeitraums. Das Minus verursachte aber allein Schönefeld. Die Anwohner des Flughafens Tegel mussten 2,8 Prozent mehr Starts und Landungen aushalten - insgesamt gut 84.200. Grund dafür ist, dass die Airlines größere Maschinen einsetzen und die Auslastung steigern.

An diesem Wochenende muss der Flughafen Tegel zum Sicherheitscheck: Er muss beweisen, ob sich angesichts der Auslastung Gefahrensituationen dort noch lösen lassen. Für Samstag ist eine Notfallübung geplant. Dabei wird ein Brand im Transitbereich des Terminals D simuliert, um zu erproben, wie gut Feuerwehr, Rettungskräfte und Polizei zusammenarbeiten, wenn sie 100 Menschen in Sicherheit bringen müssen.