Bauarbeiten am Hauptstadtflughafen kommen langsam voran - Vier Prozent des BER-Terminals mängelfrei
Rund 65.000 Mängel wurden nach der geplatzten Eröffnung beim Flughafen BER aufgelistet. Anderthalb Jahre danach sind laut Flughafengesellschaft Teile des Terminals mängelfrei - ganze vier Prozent. Diese Abschnitte sollen nun als Musterflächen für die Restarbeiten dienen.
Im Terminal des neuen Hauptstadtflughafen BER sind die ersten Baumängel beseitigt. Vier Prozent des Terminals seien nun mängelfrei, sagte Flughafen-Strategiemanager Uwe Hörmann am Donnerstag in Schönefeld. Diese Abschnitte im südlichen Teil des Hauptgebäudes und in der Gepäckausgabe sollen den Arbeitern als Musterflächen für die übrigen Restarbeiten dienen.
"Das bedeutet nicht, dass alles andere unberührt daliegt", sagte Hörmann. Wann sämtliche 65.000 Mängel abgearbeitet sind, konnte er aber nicht sagen. Vieles müsse warten, bis die
Brandschutzanlage umgebaut sei. Siemens soll das System beherrschbar machen und dafür sorgen, dass im Brandfall der Rauch abzieht und frische Luft nachströmt, ohne dass sich beides vermengt.
Noch kein Startermin für Arbeiten an Brandschutzanlage
Allein 92 Kilometer Kabel müssen neu verlegt werden, damit die Steuerungen von Lüftern und Türen ineinandergreifen, erklärte Brandschutzfachmann Jochen Großmann. Dafür sei eineinhalb Jahre Zeit. Aber wann Siemens beginnen kann, ist noch offen, da zuvor andere Arbeiten anstehen.
Derzeit sind laut Flughafen täglich etwa 200 Arbeiter auf der Baustelle. Vor der geplatzten Eröffnung vor eineinhalb Jahren waren es zeitweise mehr als 5.000 gewesen, die teilweise ein Bauchaos anrichteten. Nun entwirren Arbeiter unter anderem das Geflecht der teils völlig überbelegten Kabeltrassen und zerlegen die Sprinkleranlage in drei Teile, damit auch sie beherrschbar wird.
Genehmigungsbehörde im engen Kontakt zum Flughafen
Die Betreiber des neuen Hauptstadtflughafens wollen enger mit der Genehmigungsbehörde zusammenarbeiten. Hörmann verwies am Donnerstag darauf, dass für das Bauordnungsamt des Landkreises Dahme-Spreewald eigene Büros im Terminal eingerichtet worden seien.
Die Beamten sollen dort Quartier beziehen, wenn Abschnitte zu genehmigen sind, die für die Inbetriebnahme relevant sind. Kreissprecherin Heidrun Schaaf sagte, die Kollegen nutzten schon länger von Fall zu Fall Büros im Flughafen.






