
Umzug nach Schönefeld - Germania soll als erste Airline vom BER abheben
Wenn alles nach den Plänen von Flughafenchef Mehdorn läuft, wird die Germania im kommenden Frühjahr die ersten Flüge im Probebetrieb des neuen Flughafen BER anbieten. Eine entsprechende Einigung erzielte die Airline mit der Flughafengesellschaft. Zunächst werden die Abflüge von Tegel nach Schönefeld verlagert.
Die Fluggesellschaft Germania soll die ersten Flüge vom neuen Flughafen BER in Schönefeld anbieten. Darauf habe man sich mit der Flughafengesellschaft verständigt, teilte die Airline am Freitag mit.
Germania ziehe zum 1. November zunächst von Tegel zum alten Schönefelder Flughafen, um dann im Falle eines Probebetriebs schnell wechseln zu können. Flughafenchef Hartmut Mehdorn will am Nordflügel des BER von Frühjahr an täglich bis zu zehn Maschinen starten lassen. Dem muss der Aufsichtsrat allerdings noch zustimmen.
Germania fliegt unter anderen Ziele in der Türkei, dem Libanon und Mazedonien an.

Landrat Loge dämpft Erwartungen
Der Landrat des Kreises Dahme-Spreewald, Stephan Loge (SPD), hat inzwischen die Erwartungen an die schnelle Genehmigung eines Probebetriebs am BER gedämpft. Flughafen-Chef Mehdorn will für seine Teileröffnung den Nordpier des Flughafens nutzen. Dazu sagte Loge dem rbb, die sogenannte Ummöblierung sei eine Umnutzung.
Wenn man aus einem Aufenthaltsbereich einen Abfertigungsbereich mit Kontroll- und Sicherheitseinrichtungen machen wolle, dann seien das eklatante Eingriffe in Brandschutz und Fluchtwege. Dies sei deshalb als Bauantrag zu werten, der einen beträchtlichen Umfang habe.
Einige Fragezeichen hinter Mehdorns Plänen
Über den möglichen Testbetrieb am BER soll wahrscheinlich im Oktober entschieden werden. Voraussetzung ist, dass das zuständige Bauordnungsamt des Landkreises Dahme-Spreewald grünes Licht gibt.
Bislang sind noch keine Mittel für den Umbau des Nordpiers freigegeben worden. Unter anderem müssten dort neue Schalter und Gepäckbänder eingebaut werden. Nach rbb-Informationen könnten dadurch Kosten von bis zu 18 Millionen Euro auflaufen.
Spätestens im Februar 2015 müsste alles wieder abgebaut werden, denn dann läuft die 2008 erteilte Baugenehmigung wieder aus.

