Ein Feuerlöscher mit der Aufschrift "Berliner Flughäfen" (Bild: dpa)

"Wir wissen jetzt, was gemacht werden muss" - BER-Brandschutzumbau - 18 Monate und 14 Millionen Euro

Auf der Baustelle des Flughafens Berlin Brandenburg gibt es bei der Reparatur der mangelhaften Brandschutzanlage offenbar Fortschritte. Flughafen-Chef Hartmut Mehdorn sagte dem Magazin "Focus", man habe einen Lösungsweg gefunden, um die Mängel zu beheben. Vertragspartner Siemens kalkuliere dafür eineinhalb Jahre und rund 14 Millionen Euro zustätzlich.

Zahlreiche Probleme verzögern die Inbetriebnahme des Flughafens Berlin Brandenburg. Für das gravierendste - die nicht funktionierende Brandschutzanlage - zeichnet sich nun eine Lösung ab. Flughafen-Chef Hartmut Mehdorn sagte dem Magazin "Focus", man habe einen Lösungsweg gefunden, um die Mängel zu beheben. "Wir wissen jetzt, was gemacht werden muss", zitiert das Magazin den Manager.

Vertragspartner Siemens kalkuliere für die Behebung der Mängel eineinhalb Jahre. Für die Entrauchungsanlage gebe es ein genehmigungsfähiges Konzept, erklärte Mehdorn weiter. Der Auftrag an Siemens umfasse rund 14 Millionen Euro.

Rund 50 Mitarbeiter von Siemens, Planungsfirmen und der Flughafengesellschaft seien monatelang mit den Vorbereitungen beschäftigt gewesen. "Nun beginnt endlich die echte Arbeit."

Weiterhin kein Eröffnungstermin in Sicht

Trotz des zeitlichen Rahmens für die Arbeiten an der Brandschutzanlage will Mehdorn auf der Aufsichtsratssitzung am Mittwoch keinen Termin für die Eröffnung des neuen Flughafens nennen. Den werde er erst ankündigen, wenn er belastbar und verlässlich sei. "Noch eine Blamage darf es nicht geben", sagte Mehdorn dem "Focus". Sein Team müsse sich ganz sicher sein, den Start-Termin einhalten zu können.

Die Serie der BER-Baumängel

"Spiegel": Wowereit will dauerhaft an Aufsichtsratspitze bleiben

Unterdessen berichtet das Nachrichtenmagazin "Spiegel", dass Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) den Vorsitz im Aufsichtsrat dauerhaft einnehmen will.

Derzeit nimmt Wowereit den Posten bis zur Neuwahl kommissarisch wahr, da der frühere Brandenburger Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) von diesem Amt zurückgetreten war. Wowereit war dessen Stellvertreter, seit er - nach mehreren Verschiebungen des Eröffnungstermins zum Großflughafen BER - zu Jahresbeginn den Aufsichtsratsvorsitz an Platzeck abgegeben hatte. Die Wahl, ursprünglich für den kommenden Mittwoch geplant, soll im Dezember erfolgen.

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Hartmut Mehdorn spricht von einem "wichtigen Meilenstein bei der Realisierung des BER" - und hat damit wahrscheinlich nicht Unrecht: Siemens hat von der Flughafengesellschaft den Auftrag erhalten, die Entrauchungsanlage auf Vordermann zu bringen - und damit den Hauptgrund für die geplatzte Eröffnung im vorigen Jahr zu beseitigen.