Schon mehrfach wurde die BER-Eröffnung verschoben. Das passt zur Geschichte des Flughafenprojekts. Von der Idee bis zur Realisierung dauerte es mehr als 20 Jahre - die wichtigsten Etappen.
In der Geschäftsführung des BER hat seit März 2013 der frühere Bahnchef Hartmut Mehdorn das Sagen. Nach der Entlassung von Technik-Chef Horst Amann zum 30. Oktober 2013 steht ihm nur noch eine Finanzexpertin zur Seite.
Als Air-Berlin-Chef verklagte Hartmut Mehdorn den BER - jetzt hat er bei dem Flughafenbau selbst den Hut auf. Doch mit krassen Richtungswechseln hat Mehdorn kein Problem. Bei der defizitären Bahn riss er erfolgreich das Steuer herum. Verhilft Mehdorn nun auch dem Pannen-Projekt BER zum Erfolg?
Planer, Architekten und Chefs wurden gefeuert, neue Hoffnungsträger eingestellt - zuweilen sind es alte Bekannte. Während auf der BER-Baustelle monatelang Stillstand herrschte, rollten beim Management die Köpfe.
Auf dem neuen Flughafen in Schönefeld sollen am Ende 45 Millionen Fluggäste pro Jahr abgefertigt werden können. Direkt vor dem Terminal entsteht die Airport City, für Büros und Geschäfte. Eine Übersicht, wie der BER einmal aussehen soll.
Die Piers des Flughafens Berlin-Brandenburg. Der größte Parkplatz für die Flugzeuge ist der Hauptpier mit 16 Fahrgastbrücken, eine besondere davon für den A 380.
Paukenschlag vor einem Jahr: Kurz vor der Einweihungsparty platzte die Eröffnung des neuen Flughafens BER. Während die Welt über Berlin spottet, hat die Wirtschaft den Schaden – und der Steuerzahler.
Seit Beginn der ersten Planungen beschäftigt der BER die Justiz: Anwohner klagten gegen den Standort in Schönefeld, dann gegen die Flugrouten und Lärmbelastung. Mittlerweile geht es auch um Schadenersatz. Eine Chronologie der Gerichtsentscheidungen.
Das waren noch Zeiten, als der Flugverkehr von und nach Berlin von Korridoren bestimmt war und Politiker für Tegel in einer fernen Zukunft von zehn Millionen Passagieren pro Jahr träumten. Berlins Flughäfen in historischen TV-Berichten aus dem Rundfunkarchiv von SFB und rbb.
Von der Eröffnung 1946 bis zur zur Wende war Schönefeld "Zentralflughafen" der DDR. Angeflogen wurden Dutzende Staaten - für DDR-Bürger jedoch meist nur die im Osten.
Der ehemalige Flugplatz Johannisthal wurde 1909 als einer der ersten Flugplätze Deutschlands eröffnet. Auf einer überdachten Tribüne konnten Zuschauer die ersten Flugschauen erleben.
1923 nahm der Flughafen Tempelhof den Linienverkehr auf - er war damit einer der ersten Verkehrsflughäfen Deutschlands. Berühmt wurde Tempelhof durch die Luftbrücke. Inzwischen ist der Betrieb eingestellt und statt Flugzeugen rasen Inline-Skater über die Pisten der "Tempelhofer Freiheit".
Entstanden als "Kaderschmiede" für die Luftwaffe der Nazis wurde Gatow nach Kriegsende zum wichtigen Brückenglied der Versorgung Berlins. Später landete hier die Queen gerne zum Staatsbesuch.