Ausschüsse im Abgeordnetenhaus
Auch im Berliner Parlament befassten und befassen sich einige Ausschüsse mit dem BER. Zum Beispiel der Bauausschuss, in dem beteiligte Firmen angehört werden, oder der Hauptausschuss, der für finanzielle Fragen zuständig ist.
Untersuchungsausschuss
Der Untersuchungsausschuss ist die wichtigste Institution und gleichzeitig auch die schärfste Waffe der Opposition: Der "Untersuchungsausschuss BER" (UA). Seit Oktober 2012 gehen neun Abgeordnete dem Flughafendebakel auf den Grund - und zwar bis zurück zu den Planungen in den 90er Jahren. Entsprechend wurden vor dem Sonderausschuss auch schon der Ex-Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU) und Ex-Aufsichtsratschef Hans-Olaf Henkel befragt.
Hier geht es nicht um Vorausschau, sondern um den Rückblick: Die Ausschussmitglieder sollen "die Ursachen, Konsequenzen und Verantwortung für die Kosten- und Terminüberschreitungen des im Bau befindlichen Flughafens Berlin Brandenburg aufklären", heißt es in der Aufgabenstellung. Darin sind auch knapp 80 Fragen aufgelistet, die der UA im Laufe seiner Arbei beantworten und in einem Bericht vorlegen soll. Dafür erhält jede beteiligte Fraktion rund 4.000 Euro extra im Monat, um zusätzliche Mitarbeiter und Recherchen zu bezahlen.
Direkten Einfluss auf die Arbeiten am BER hat der UA nicht.
Die Sitzungen finden regelmäßig und in der Regel öffentlich unter Leitung des Piraten Martin Delius statt. Die SPD stellt drei Mitglieder, CDU und Grüne je zwei und die Linke 1.
Die Dokumentation der Ergebnisse auf der Seite des Abgeordnetenhauses ist noch recht sparsam, dafür aber umso umfangreicher auf der von den Piraten eingerichteten Plattform BERwatch.