Der ehemalige Flugplatz Johannisthal wurde 1909 als einer der ersten Flugplätze Deutschlands eröffnet. Auf einer überdachten Tribüne konnten Zuschauer die ersten Flugschauen erleben.
Das waren noch Zeiten, als der Flugverkehr von und nach Berlin von Korridoren bestimmt war und Politiker für Tegel in einer fernen Zukunft von zehn Millionen Passagieren pro Jahr träumten. Berlins Flughäfen in historischen TV-Berichten aus dem Rundfunkarchiv von SFB und rbb.
* Eröffnung: 1909
* Fläche: Zwei Quadratkilometer
* Geschichte: Der Flugplatz Berlin-Johannisthal wurde bereits 1909 gegründet - als einer der ersten Flugplätze Deutschlands.
Flugschau und Tests
Zunächst wurden in Johannisthal vorwiegend Flugschauen veranstaltet, allein auf der überdachten Haupttribüne fanden 2300 Zuschauer Platz. Ab 1919 wurde von Johannisthal aus Luftpost befördert, zweimal täglich starteten Flugzeuge mit Postsendungen.
Mit der Eröffnung des Flughafens Tempelhof 1923 sank die zivile Bedeutung des Flugplatzes. Während der NS-Zeit siedelte sich die Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt (DVL) auf dem Gelände an.
Nach dem Krieg wurde der Flugplatz ein Jahr lang von sowjetischen Fliegerkräften genutzt, doch mit dem Ausbau von Schönefeld verlor Johannisthal zunehmend an Bedeutung. 1995 wurde das schon lange verwaiste Areal offiziell als Flugplatz geschlossen.
Der Flugpionier Robert Thelen (links) in einem Albatros-Doppeldecker auf dem Flugplatz Johannisthal (undatiert). Der Berliner Flugplatz, 1909 eröffnet, ist einer der ersten Deutschlands.
Ganz frisch gegründet startet die Deutsche Luft Hansa AG am 6. Januar 1926 mit Flügen über Halle-Erfurt-Stuttgart nach Zürich - vom Flughafen Tempelhof. Dieser hat 1923 den Linienverkehr aufgenommen.
Musike in Tempelhof: Die Bürger sind 1927 zu einem Volksfest auf das Flughafengelände geladen.
Der Eingangsbereich des Flughafens Tempelhof vor der Ankunftshalle im Jahr 1930.
Der Krieg hinterlässt in weiten Teilen Berlins eine Trümmerlandschaft. Die Stadt leidet unter einer Blockade durch die Sowjets. Im Bild: eine Maschine 1948 im Landeanflug auf den Flughafen Tempelhof.
Kinder winken von einem Trümmerberg einem Flugzeug der US-Armee zu. Dieser "Rosinenbomber" bringt 1948 Versorgungsgüter nach West-Berlin.
Das Wirtschaftswunder lässt grüßen: Schauspielerin und Sängerin Zarah Leander nimmt zur Begrüßung in Tempelhof 1955 einen rustikalen Schnaps.
Mit Schlips und Kragen, Kind und Kegel: Urlauber aus der DDR landen nach dem Heimflug aus der Sowjetunion am 16.06.1964 auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld. Dieser ist von 1946 bis zur Wende der "Zentralflughafen" der DDR.
Die amerikanische Fluggesellschaft Pan Am lässt sich nicht lumpen und schenkt zum 20-jährigen Geburtstag in Berlin 1966 im Hangar des Flughafens Tempelhof Bier aus.
Bauarbeiten auf dem Flughafen Berlin-Tegel am 09.01.1972: Zwei Jahre später wird die Flughafenanlage eingeweiht.
Antreten für Fidel Castro, als die Ehrenformation der Nationalen Volksarmee den kubanischen Staatschef Fidel Castro am 02.04.1977 auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld begrüßt.
Fernweh für 50 Pfennig: So viel kostete der Eintritt für die Aussichtsterrasse des Zentralflughafens Berlin-Schönefeld. (Archivfoto vom 01.08.1983).
Auf dem Archivbild vom 10.02.1991 stehen am Rande eines Rollfeldes auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld zwei Flugzeuge vom Typ "Iljuschin 62-M", die für die DDR-Fluggesellschaft "Interflug" im Einsatz waren.
Start- und Landebahn des Flughafens Gatow aus der Vogelperspektive. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1994, dem Jahr, in dem der Flugplatz geschlossen wird.
Besucher auf dem Flughafen Gatow feiern im September 2011 ein Flugplatzfest und bestaunen eine Antonov An-2 "FMU".
Gäste der Luftbrückenfeier am 14.05.98 auf dem Flughafen Berlin-Tempelhof, eine Frau hält ein Plakat mit Bildern und Fahnen sowie der Aufschrift "Danke" in den Händen.
Winkend steht Gail Hallvorsen am 12.05.1999 vor dem Luftbrücken-Denkmal in Berlin. Der Rosinenbomber-Pilot nahm an einer Festveranstaltung vor dem Flughafen Tempelhof teil, bei der an das Ende der Berlin-Blockade vor genau 50 Jahren erinnert wurde.
Mit Leuchtstäben winken Flughafenmitarbeiter am 30.10.2008 auf dem Flughafen Berlin-Tempelhof einer historische Douglas DC 6 nach - eines der letzten Flugzeuge, das von hier abfliegt.
Kinder fahren auf dem früheren Gelände des Flughafens Tempelhof Inlineskates. Nach der Schließung des Airports 2008 ist die Fläche für die Öffentlichkeit zugänglich.
Hoher Besuch: Papst Benedikt wird am 22.11.2011 von Kanzlerin Merkel und Bundespräsident Wulff auf dem Rollfeld im separaten Besucher-Bereich auf dem Flughafen Tegel empfangen.
Die Tage sind gezählt: Mit der Eröffnung des neuen Großflughafens BER in Berlin-Schönefeld soll Tegel geschlossen werden.
Eine EasyJet-Maschine landet am 30.05.2013 auf der zukünftigen Nordpiste des neuen Flughafens Berlin Brandenburg "Willy Brandt" (BER) im brandenburgischen Schönefeld. Seit 2006 wird an dem Airport gebaut, die Eröffnung muss jedoch wegen Plaungs- und Baufehlern mehrfach verschoben werden.
1923 nahm der Flughafen Tempelhof den Linienverkehr auf - er war damit einer der ersten Verkehrsflughäfen Deutschlands. Berühmt wurde Tempelhof durch die Luftbrücke. Inzwischen ist der Betrieb eingestellt und statt Flugzeugen rasen Inline-Skater über die Pisten der "Tempelhofer Freiheit".
Entstanden als "Kaderschmiede" für die Luftwaffe der Nazis wurde Gatow nach Kriegsende zum wichtigen Brückenglied der Versorgung Berlins. Später landete hier die Queen gerne zum Staatsbesuch.
Von der Eröffnung 1946 bis zur zur Wende war Schönefeld "Zentralflughafen" der DDR. Angeflogen wurden Dutzende Staaten - für DDR-Bürger jedoch meist nur die im Osten.
Das war zu erwarten: Der Bundestag lehnt ein längeres Nachtflugverbot am BER ab. Die Mehrheit von CDU/CSU und SPD schmetterte am Donnerstagabend einen entsprechenden Antrag der Linkspartei ab. Sie hatte gefordert, die nächtliche Ruhezeit am BER von fünf auf acht Stunden, von 22 bis 6 Uhr, ...