Die professionelle Programmiererin Sana aus Tunesien arbeitet am 24.10.2015 in Berlin während des Refugee Hackathon an der Applikation Waslchiraa (Quelle: dpa)
Video: Abendschau | 25.10.2015 | Laurence Thio

Digitale Flüchtlingshilfe - 300 Teilnehmer tüfteln beim "Refugee Hackathon"

Sie tüfteln für die gute Sache: 300 Programmierer, Designer und Helfer trafen sich am Wochenende in Berlin, um Apps für Flüchtlinge zu entwickeln. Vor allem ging es darum, praktische Hinweise zur Orientierung zu entwickeln. Eine neue Webseite soll am Montag online gehen.

Praktische Web-Anwendungen für Geflüchtete zu entwickeln - mit diesem Ziel haben sich rund 300 Designer, Helfer und Geflüchtete beim "Refugee Hackathon" am Wochenende getroffen. "Wir haben eine Menge geschafft", sagte die Initiatorin Anke Domscheit-Berg am Sonntag. Während der zwei Tage sei in Berlin an 17 Projekten gearbeitet worden. Eines der Ergebnisse: Eine Planungswebseite, auf der freiwillige Spenden und andere Hilfangebote koordiniert werden. Sie soll im Laufe des Montags unter bedarfsplaner.org online gehen.

"Man kann noch viel verbessern"

Am Freitag und Samstag tauschten sich Teilnehmer darüber aus, was überhaupt gebraucht werde. Vor allem der Bedarf an Apps zur Orientierung und Information sei sehr groß gewesen, sagte Domscheit-Berg. Unter anderem hätten die Entwickler an einer Karte gearbeitet, die mit internationalen Symbolen Anlaufpunkte wie Ärzte verzeichnet.

Zwar gebe es schon jede Menge interessante Apps und Anwendungen, aber manche gingen am Bedarf der Flüchtlinge vorbei. "Es fehlt an einer Vernetzung von Individuum zu Individuum", sagt die Netzaktivistin. Egal, ob es um Sachgüter, Zimmer oder Sprachkurse gehe. "Man kann womöglich nicht die eierlegende Wollmilchsau in eine App packen, aber man kann da noch ganz viel verbessern."

Fortsetzung folgt

Auch nach dem Ende des Hackathons am Sonntagabend soll die Tüftelei weitergehen: Es werde eine Plattform geschaffen, auf der sich alle Teilnehmer weiterhin vernetzen könnten. Die Kosten von rund 12.000 Euro sind laut der Initiatorin noch nicht ganz gedeckt. Es fehlten noch 1.000 Euro, die über eine Spendenplattform gesammelt würden.

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