Mehrere Doppelstockbetten stehen in den Hangars im ehemaligen Flughafen Tempelhof (Quelle: dpa)

Heizung in Gang - Flüchtlinge umquartiert - 20 Grad Celsius in Hangar 7

Weil die Heizung nicht funktionierte, verzögerte sich die Inbetriebnahme von Hangar 7 als Flüchtlingsunterkunft. Jetzt herrschen dort 20 Grad Celsius. Zunächst sind 200 Asylsuchende aus Hangar 1 umquartiert worden, weil dort das Dach kaputt ist. Der Hangar bietet zusätzlich Platz für 300 weitere Flüchtlinge.  

Der nächste Hangar im stillgelegten Flughafen Tempelhof kann von Flüchtlingen bezogen werden. Hangar 7 sei inzwischen auf 20 Grad aufgeheizt, sagte eine Sprecherin von Sozialsenator Mario Czaja (CDU) am Donnerstag. Am Nachmittag sind die ersten 200 Menschen eingezogen.

Es handele sich allerdings um Flüchtlinge, die zunächst in Hangar 1 untergebracht waren, sagte eine Sprecherin rbb online. Da das Dach des ersten Hangars repariert werde, hätten die Asylsuchenden vorerst umquartiert werden müssen, sagte sie weiter. Der Hangar bietet Platz für 500 Personen. 300 zusätzliche Flüchtlinge könnten dort aufgenommen werden. Ab Freitag rechnet die Verwaltung mit Neuankömmlingen.  

Interner Bus-Shuttle-Service des Betreibers

Hangar 7 ist anders als andere Tempelhof-Hangars mit Sanitäranlagen ausgestattet. Die Sprecherin sagte rbb onlineweiter,  dass Flüchtlinge schon längst nicht mehr mit BVG-Bussen in umliegende Schwimmhallen zum Duschen gefahren werden müssten. Schon vor Weihnachten habe es auf dem Gelände genügend Duschkabinen gegeben. Aktuell seien dort 120 Duschen vorhanden. Der Betreiber der Unterkunft habe ledigliche einen Bus-Shuttle-Service auf dem Gelände eingerichtet, weil die Duschen etwa von Hangar 1 recht weit entfernt lägen. Der Hangar 7 sollte eigentlich bereits Silvester belegt werden. Wegen der Kälte war jedoch die Heizung ausgefallen.

Streit über Turnhallen als Quartiere

Am Mittwoch noch hatte die Sozialverwaltung zwei Turnhallen in Berlin zu Notunterkünften erklärt, weil Hangar 7 als Unterkunft noch nicht zur Verfügung stand. Zuvor hieß es, Turnhallen sollten als Quatiere nicht mehr genutzt werden. In Berlin gibt es etwa 1.050 Turnhallen - 47 sind zu Notunterkünften umfunktioniert worden. Darüber klagen aber Sportvereine und Eltern.

Insgesamt gibt es in Tempelhof sieben Hangars mit einer Gesamtfläche von über 33.000 Quadratmetern. Wie die Sprecherin rbb online weiter sagte, sind aktuell im Hangar 2 rund  560 Personen untergebracht, in Hangar 3 etwa 800, Hangar 4 beherbergt derzeit 670 Flüchtlinge, in Hangar 7 sind aktuell 200 Menschen einquartiert. Hangar 5 und 6 würden gerade als Unterkunft vorbereitet.  

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