Archiv: Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD) äußert sich am 15.12.2015 bei einer Pressekonferenz nach der Senatssitzung im ehemaligen Rathaus Kreuzberg in Berlin.Dilek Kolat (l, SPD), Berliner Bürgermeisterin und Arbeitssenatorin, und Monika Herrmann (Grüne), Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, äußern sich am 15.12.2015 bei einer Pressekonferenz nach der Senatssitzung im ehemaligen Rathaus Kreuzberg in Berlin. (Quelle: dpa)
Video: Abendschau | 07.01.2016 | Agnes Taegener

rbb exklusiv - Kolat plant "Willkommen-in-Arbeit-Büros"

In einigen Berliner Flüchtlingsunterkünften soll die Vorbereitung auf das Arbeitsleben künftig vor Ort beginnen. Integrationssenatorin Kolat (SPD) plant sogenannte "Willkommen-in-Arbeit-Büros", in denen Integrationslotsen, Bildungsberater und Vertreter der Jobcenter Beratung für Flüchtlinge anbieten werden.

In Berlin sollen Flüchtlinge künftig besser informiert und schneller integriert werden. Arbeits- und Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD) will dazu zeitnah sogenannte "Willkommen-in-Arbeit-Büros" in großen Flüchtlingsunterkünften einrichten.

In den geplanten Großraumbüros informieren Integrationslotsen, Bildungsberater und Vertreter der Jobcenter Flüchtlinge, wo sie Deutschkurse belegen können und welche Arbeits- und Weiterbildungsmöglichkeiten sie haben.

Bündelung an einem Ort

Kolat sagte dem rbb, Ziel sei es, alle Angebote für eine schnelle Arbeitsmarktintegration an einem Ort zu bündeln. Dann müssten die Flüchtlinge nicht mehr tagelang in Beratungsstellen herumirren, bis sie etwas Passendes gefunden hätten.

Wie ein Sprecher der Senatorin ergänzte, sollen die Vermittlungsbüros in großen Unterkünften ab etwa 1.000 Flüchtlingen pro Standort entstehen. Derzeit gibt es in Berlin sechs Unterkünfte dieser Größenordnung. Derzeit werde an der Einrichtung des ersten Büros gearbeitet.

 

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