Berlins Senatorin für Arbeit, Frauen und Integration, Dilek Kolat (SPD). (Quelle: imago/Bernd Friedel)

Arbeitssenatorin optimistisch - Kolat: Keine Steuererhöhungen wegen Flüchtlingen

Steuererhöhungen wegen der Mehrbelastung durch Flüchtlinge sind nach Angaben von Berlins Arbeitssenatorin Kolat (SPD) kein Thema. "Wir können jetzt die Null halten und haben sogar Schulden abgebaut", sagte Kolat am Montag im rbb.

Berlins Arbeitsenatorin Dilek Kolat (SPD) hat bekräftigt, dass der Landeshaushalt durch die vielen Flüchtlinge nicht über Gebühr belastet wird. Im Interview mit radioBerlin 88,8 sagte sie am Montag, die Stadt habe auch zuvor schon viele Asylsuchende aufgenommen. Steuererhöhungen werde es nicht geben: "Bisher haben wir gut sanieren können, können jetzt die Null halten und haben sogar Schulden abgebaut. Das heißt, wegen der Flüchtlingsfrage haben wir jetzt nicht komplett unseren Haushalt umgeworfen."

"Suchen viele Fachkräfte"

Zugleich zeigte sich Kolat zuversichtlich, dass die Asylsuchenden rasch in den Arbeitsmarkt integriert werden können. Schließlich verfüge die Stadt über einen besondere Nachfrage, das habe sich bereits bei den Langzeitarbeitslosen gezeigt.

Fachkräfte würden gesucht, auch in den niedriger qualifizierten Bereichen, so Kolat. "Und das nicht nur bei den industriellen Arbeitsplätzen: Im Einzelhandel, dem Gastgewerbe, bei der Sicherheit, Pflege, überall wo man hinschaut - auch Handwerker werden gesucht."

Das könnte Sie auch interessieren

Ariana aus Syrien geht am 30.07.2014 mit einem Verwandten über den Hof in einem Flüchtlingsheim in Berlin-Hellersdorf (Quelle: dpa)

Flüchtlingsheim in Berlin-Hellersdorf - Heimbetreiber PeWoBe vor dem Rausschmiss

Der Verein "Hellersdorf hilft" spricht von skandalösen Zuständen im Flüchtlingsheim in der Maxie-Wander-Straße. Der Bezirk fordert die Ablösung des Heimbetreibers, dieser weist alle Vorwürfe als haltlos zurück: Mittlerweile wurden die Qualitätsprüfer vom LaGeSo auf den Plan gerufen, der Senat steht unter Zugzwang. Von Thomas Rautenberg

Rund 20 alleinreisende Flüchtlinge campieren am 27.07.16 vor dem ICC, weil sie statt in Notunterkünften in regulären Heimen untergebracht werden wollen. (Quelle: rbb/Robin Avram)

Bezirk will Camp nicht dulden - Geflüchtete protestieren weiter vor dem ICC

Seit einer Woche campieren Geflüchtete vor dem ICC, weil sie nicht länger in Notunterkünften untergebracht werden wollen. Für Familien hat das Lageso inzwischen eine bessere Unterbringung gefunden - aber für die rund 20 alleinreisenden Männer gebe es keine andere Option. Der Bezirk will weitere Übernachtungen nicht dulden. Von Robin Avram