Mit Flüchtlingen belegte Berliner Sporthalle (Quelle: dpa/Kay Nietfeld)

Umzug in Containerdörfer - Flüchtlinge ziehen aus weiteren Turnhallen aus

Rund 800 Flüchtlinge sollen innerhalb Berlins in den nächsten Tagen von Turnhallen in Containerdörfer umziehen. Insgesamt neun Hallen sollen bald wieder für Sport genutzt werden können.

In Berlin werden in den nächsten Tagen mehrere Turnhallen wieder frei, die von Flüchtlingen belegt sind. Nach rbb-Informationen sollen fast 800 dort lebende Menschen in eine Unterkunft in der Heerstraße im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und zwei Containerdörfer in Lichtenberg und Pankow umziehen.

Insgesamt neun Berliner Turnhallen sollen dann wieder für den Sport genutzt werden können.

Betreiber ohne europaweite Ausschreibung ausgewählt

Bislang hatten Rechtsstreitigkeiten die Belegung verhindert. Die neuen Unterkünfte werden zunächst übergangsweise von Betreibern übernommen, die jetzt schon Geflüchtete versorgen. In der vergangenen Woche hatte der rot-rot-grüne Senat angekündigt, Betreiber kurzfristig ohne europaweite Ausschreibung einzukaufen. Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Die Linke) begründete die Notmaßnahme mit der schlimmen Lage der Flüchtlinge in den Hallen.

Um die Situation der Flüchtlinge zu verbessern, hatte Breitenbach Gesetze zur Gefahrenabwehr angewendet. Sie begründete das mit zunehmender Gewalt sowie Drogen- und Alkoholmissbrauch in den Notunterkünften. Außerdem hätten die Menschen Dramatisches erlebt, einige lebten bereits seit einem Jahr in Turnhallen.

 

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