Ein ehemaliger Aldi-Markt in Großziethen (Quelle: rbb)

Neue Unterkunft in Großziethen - Erste Flüchtlinge ziehen in früheren Aldi-Markt ein

Wo früher Kunden mit Einkaufswagen durch die Ladengänge fuhren, leben neuerdings über 20 Asylbewerber aus Syrien, Afghanistan und dem Tschad. Das Lager des ehemaligen Supermarktes in Großziethen (Dahme-Spreewald) wird zum Deutsch lernen genutzt. Außerdem richten sich die Flüchtlinge einen Gemeinschaftsraum ein.

Erstmals ist in Brandenburg ein früherer Supermarkt als Flüchtlingsunterkunft in Betrieb genommen worden. Die ersten 22 Asylbewerber trafen am Montag in der alten Filiale des Discounters Aldi in Großziethen (Dahme-Spreewald) südlich von Berlin ein.

Ein ehemaliger Aldi-Markt in Großziethen in dessen Eingangshalle ein Schlafsaal für Geflüchtete eingerichtete wurde (Quelle: rbb)
Der ehemalige Supermarkt in Großziethen dient jetzt als Flüchtlingsunterkunft

Die Menschen stammen unter anderem aus Syrien, Afghanistan und dem Tschad. Im ehemaligen Lager des Supermarkts finden künftig Deutsch-Kurse statt. In einem früheren Restaurant richten die Bewohner zudem einen Gemeinschaftsraum ein. Die Verkaufshalle von einst ist nun der Schlafsaal. Insgesamt sollen in den nächsten Wochen bis zu 150 Menschen in der Unterkunft untergebracht werden.

Supermarkt und Kaufhaus als Flüchtlingsunterkünfte

In Berlin leben Flüchtlinge mittlerweile in einem ehemaligen Supermarkt, den der Fußball-Zweitligist FC Union Berlin zunächst erworben hatte. In dem Gebäude in Köpenick, das der Verein zu einem Fanhaus umbauen wollte, leben über 100 Menschen. Bis zum 30. April sollen Flüchtlinge zur Überbrückung hier leben. Auch in einem ehemaligen C&A-Kaufhaus in der Neuköllner Karl-Marx-Straße sind Ende Dezember etwa 100 Flüchtlinge eingezogen. Das Gebäude bietet Platz für 150 Menschen.

Das könnte Sie auch interessieren