Kleidngsstücke hängen in einer Turnhalle als Flüchtlingsunterkunft auf einer Trennwand (Quelle: dpa)

Flüchtling kritisierten enge Unterkunft - Schlägerei nach Ende des Hungerstreiks in Schwedt

In einer Flüchtlingsunterkunft in Schwedt ist es am Dienstag zu Ausschreitungen gekommen. Es gab zwei Schlägereien, ein Mann musste im Krankenhaus behandelt werden. Nur kurz zuvor hatte es in der Unterkunft einen Hungerstreik gegeben. Ein Kritikpunkt: fehlende Privatsphäre in der Notunterkunft.

In einer Flüchtlingsunterkunft in Schwedt ist es am Dienstag nach rbb-Informationen zu zwei Schlägereien gekommen. Demnach ging in der Turnhalle zunächst ein 23-Jähriger auf zwei andere Männer los. Ein Wachmann soll verhindert haben, dass auch eine Sozialarbeiterin verletzt wurde, hieß es von der Polizei. Der Schläger wurde festgenommen.
 

Hälfte der Bewohner im Hungerstreik

Am Abend griff dann ein 22-Jähriger einen anderen Flüchtling so massiv an, dass dieser ambulant im Krankenhaus behandelt werden musste. Als der Angegriffene zurückkehrte, habe derselbe Täter erneut Streit begonnen. Als er daraufhin in Gewahrsam genommen wurde, randalierte er.

Kurz vorher war in der Schwedter Unterkunft ein Hungerstreik beendet worden. Mehr als die Hälfte der rund 150 Bewohner der Turnhalle hatte sich am Ende an dem Protest beteiligt. Als Grund nannten sie unter anderem Unzufriedenheit mit der engen Situation in der Unterkunft, hieß es vom Integrationsbeauftragten des Landkreises Uckermark. Der Mangel an Ruhe und Privatsphäre schüre Konflikte, hieß es.

Auch die Dauer der Asylverfahren sowie Unzufriedenheit mit dem Essen soll zum Unmut beigetragen haben.

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