Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) spricht am 09.06.2016 in Potsdam (Brandenburg) in der Debatte der Landtagssitzung. Die Abgeordneten beraten unter anderem über die Verwaltungsreform. (Quelle: dpa/Bernd Settnik)

Jugendliche wählen SPD-Politiker zum "Abschiebeminister 2016" - Brandenburgs Innenminister Schröter erhält Negativpreis

Eine Initiative von Jugendlichen hat Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) zum "Abschiebeminister 2016" gewählt. Der SPD-Politiker habe sich bei der Abstimmung mit 26 Prozent der Stimmen knapp gegen seine Kollegen aus Baden-Württemberg, Thomas Strobl (CDU) und Bayern, Joachim Herrmann (CSU) durchgesetzt, schreibt die Initiative "Jugendliche ohne Grenzen" in einer Pressemitteilung.

Preis wird in Saarbrücken übergeben

Den Negativpreis erhalte Schröter unter anderem, da es in Brandenburg wiederholt zu gewaltsamen Abschiebungsversuchen von Frauen gekommen sei. So wurde am 2. November eine schwangere Frau aus Kenia aus einer Klinik zur Abschiebung abgeholt. Als sie aufgrund ihrer Erkrankung und Stress zusammenbrach sei sie von den Beamten, anstatt Hilfe zu holen, unter Gewaltanwendung in ein Polizeiauto gezwungen worden. Über den Fall hatte der Flüchtlingsrat Brandenburg mit Bezug auf eine Flüchtlingsinitiative in Cottbus berichtet. Die Abschiebung sei schließlich durch ein Verwaltungsgericht gestoppt worden.

Den Preis sollen junge Flüchtlinge am Mittwoch bei der Innenministerkonferenz in Saarbrücken übergeben.

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