
Woidke vor neuen Aufgaben - "Innere Sicherheit bleibt mein zentrales Anliegen"
Seine Tage als Innenminister in Brandenburg sind gezählt, deshalb war Dietmar Woidke zurzeit auf Abschiedstour. Bei einer Feier der Landespolizei in Potsdam versicherte der künftige Ministerpräsident, die Themen Kriminalitätsbekämpfung und Personalstand nicht aus den Augen zu verlieren.
Feierlich war es, als der brandenburgische Innenminister Dietmar Woidke (SPD) am Mittwoch offiziell Abschied von "seinen" Polizisten in Potsdam nahm. Das Landespolizeiorchester spielte auf und das Grußwort kam von Polizeipräsident Arne Feuring. Gerührt bedankte sich der designierte Ministerpräsident dann auch bei den Beamten. "Ich habe sehr viel von Ihnen gelernt." Auch in seinem neuen Amt will Woidke die Themen Kriminalitätsbekämpfung und ausreichend Polizisten für Brandenburg nicht aus den Augen verlieren. Das Land habe die längste Grenze nach Osten und Berlin als Kriminalitätsschwerpunkt in der Nachbarschaft. "Daraus muss man Konsequenzen für die Arbeit und die Stärke der Polizei ziehen."
Woidke hatte im Oktober 2010 das Innenressort übernommen, nachdem sein Vorgänger Rainer Speer zurückgetreten war. Der 51-jährige Lausitzer setzte dessen Pläne für eine umstrittene Polizeireform fort - jedoch mit versöhnlicheren Tönen.
Neuer Innenminister soll Woidkes Parteigenosse Ralf Holzschuher werden, bislang SPD-Fraktionschef im brandenburgischen Landtag.
Woidke stellt sich am Mittwoch zur Wahl
Nach knapp drei Jahren scheidet Woidke kommende Woche aus dem Amt aus und stellt sich im Potsdamer Landtag zur Wahl als Ministerpräsident. Er ist der Wunschnachfolger von Regierungschef Matthias Platzeck (SPD), der aus gesundheitlichen Gründen seine Posten aufgibt. Der Wechsel an der Regierungsspitze ist während der Landtagssitzung am kommenden Mittwoch (28.8.) geplant. Woidke hat dabei die komfortable Mehrheit der rot-roten Regierung im Rücken. Auf die Stimmen der Opposition kann er laut Vorankündigung vom Dienstag nicht bauen.
Am Donnerstag beginnt die Plenarsitzung mit der Regierungserklärung des neuen Landeschefs. In der zweiten Reihe unter den Zuhörern sitzt dann Matthias Platzeck, der künftig als SPD-Abgeordneter im Landtag dabei ist.








