Dietmar Woidke: Aus der Lausitz an die Spitze Brandenburgs
Landtagspräsident Gunter Fritsch gratuliert dem neuen Ministerpräsidenten.
Dietmar Woidke mit Ralf Holzschuher, der nach knapp drei Jahren an die Spitze des Innenministeriums wechseln soll und dort Woidke ersetzt.
Applaus nach der Vereidigung. Dietmar Woidkes erste Schritte als Ministerpräsident im Brandenburger Landtag.
59 von 87 Parlamentariern im Potsdamer Landtag stimmten für Dietmar Woidke als Nachfolger von Matthias Platzeck.
Bereits zwei Tage zuvor war er beim SPD-Sonderparteitag in Potsdam von den Deligierten zum Landeschef der Partei gewählt worden.
Bei der Verkündigung des Ergebnisses war die Freude groß: Woidke erhielt 95,8 Prozent der Stimmen. Er folgt auch hier auf Matthias Platzeck, der die SPD in der Mark 13 Jahre lang führte.
Platzeck und Woidke verbindet eine lange politische und private Freundschaft.
Dietmar Woidke, der an der Humboldt-Universität zu Berlin Landwirtschaft und Tierproduktion/Ernährungsphysiologie studierte und dort auch promovierte, trat 1993 in die SPD ein. 1994 wurde er erstmals in den brandenburgischen Landtag gewählt.
Seine Laufbahn als Minister begann im Oktober 2004, als er zum Minister für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz ernannt wurde.
Als Umweltminister besuchte er mit dem damaligen Bundesumweltminister Sigmar Gabriel unter anderem den Ort Lenzen, der im Jahr 2006 besonders stark vom Hochwasser der Elbe betroffen war.
Dauerthemen Hochwasser und Grenzkriminalität: Im Juni 2013 informierte ihn Bürgermeisterin Hannelore Brendel über die Hochwassersituation in Mühlberg. Woidke hatte inzwischen das Amt des Innenministers von Brandenburg inne.
Eines der wichtigsten Vorhaben Woidkes als Innenminister war die Polizeireform in Brandenburg. Der Personalbestand der Polizei soll bis 2020 auf 7.000 reduziert werden.
"Innere Sicherheit bleibt mein zentrales Anliegen": Auch als zukünftiger Ministerpräsident will sich Woidke den Themen Polizei und Kriminalitätsbekämpfung widmen.
Als "Dr. Sachlich" hat sich Brandenburgs neuer Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Donnerstag in seiner ersten Regierungserklärung im Landtag vorgestellt. Er versprach unter anderem, sich für mehr Nachtruhe am neuen Flughafen einzusetzen. Die Opposition reagierte mit Häme.