Abgeordnete gratulieren Dietmar Woidke zur Wahl zum neuen brandenburgischen Ministerpräsidenten (Quelle: dpa)

Reaktionen auf die Wahl Woidkes - "Du hast 'Brandenburg im Herzen'"

Der Amtsantritt Dietmar Woidkes hat ein überwiegend positives Echo gefunden. Er sei der "Richtige, um die Regierung zu führen", ließ Sigmar Gabriel verlauten. Vertreter aus ländlichen Regionen der Mark zeigten sich zuversichtlich, dass Woidke sich auch um die Berlin-fernen Regionen kümmern werde. Schlamm statt Blumen gab es hingegen von Greenpeace.

Nach der Wahl zum neuen Ministerpräsidenten Brandenburgs haben Politiker und Wirtschaftsvertreter Dietmar Woidke (SPD) gratuliert. Der 51-Jährige hatte im Landtag die 55 Stimmen der rot-roten Regierungskoalition bekommen, aber auch vier Stimmen aus den Reihen der Opposition. Woidke sagte, dies sei für ihn "eine große Bestärkung und auch Kraftquell".

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) wünschte Woidke eine glückliche Hand im neuen Amt. Wowereit betonte, die Zusammenarbeit beider Länder sei für die Region außerordentlich wichtig. Ohne ein florierendes Umland könne sich die Metropole nicht gut entwickeln.

Der Landrat der Uckermark, Dietmar Schulze (SPD) äußerte die Hoffnung, dass sich der neue Ministerpräsident künftig auch für die Berlin-fernen Regionen einsetzen werde. Er wünsche Woidke, dass er das sehr unterschiedliche Land mit dem engeren Verflechtungsraum zu Berlin so in "die Reihe bekomme", dass alle etwas davon hätten, sagte Schulze dem rbb. Er zeigte sich aber überzeugt davon, dass Woidke, der beide Seiten sehr gut kenne, diese Herausforderung meistern werde.

Der Barnimer Landrat Bodo Ihrke (SPD) sagte dem rbb, er wünsche sich, dass Woidke weiterhin im Herzen trage, dass die Kommunen der Ort seien, an dem die Menschen wohnten und arbeiteten. Dort werde entschieden, ob sich die Bürger wohlfühlten im Land Brandenburg oder nicht.

Doro Zinke, Landeschefin des DGB-Landesbezirks Berlin-Brandenburg, begrüßte Woidkes Bekenntnis zur Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns. Der DGB hoffe, dass Woidke mit den Gewerkschaften an einem Strang ziehen werde, wenn es um zukunftsfähige Arbeitsplätze als Fundament sozialer Gerechtigkeit gehe.

Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) bot ihrem neuen Brandenburger Amtskollegen eine enge Zusammenarbeit an. "Ich bin zuversichtlich, dass sich die vielfältigen Beziehungen unserer Länder weiterhin so gut entwickeln", erklärte Lieberknecht in Erfurt.

SPD-Chef Sigmar Gabriel gratulierte Woidke zu seiner Wahl im Namen der Bundespartei - aber auch ganz persönlich. "Du hast 'Brandenburg im Herzen'. Deshalb bist Du der Richtige, um Partei und Regierung in bewährter Weise zu führen."

Keine Blumen bekam Woidke hingegen von der Organisation Greenpeace. Direkt vor dem Landtag verteilten die Aktivisten am Tag der Wahl 8.000 Liter Schlamm. Damit sollte Woidke gleich zu Beginn seiner Amtszeit auf die Umweltschäden durch Braunkohletagebaue aufmerksam gemacht werden, hieß es von Seiten der Umweltschützer.