Twitter-Screenshot "Es #deicht" (Bild: rbb)

Respekt und ein wenig Häme - Reaktionen auf den Rücktritt von Ministerpräsident Platzeck

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck plant seinen Rückzug aus der Politik. Viele wünschen ihm für seine Zukunft alles Gute. Doch unter die Kommentare mischt sich auch ein wenig Häme. [29.07.2013]

Ramona Popp, Grünen-Fraktionschefin im Berliner Abgeordnetenhaus

"Wir zollen Matthias Platzeck Respekt und wünschen ihm für seine Gesundheit alles Gute. Nun liegt es an seinem Nachfolger, beim Thema BER endlich für einen Neuanfang zu sorgen. Ein erster Schritt wäre es, den Aufsichtsrat in ein Experten-Gremium umzuwandeln, das nichtnur politische, sondern auch wirtschaftliche und technische Kompetenz inne hat."

Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU)

"Ich habe die Entscheidung von Matthias Platzeck mit Respekt zur Kenntnis genommen und habe großes Verständnis dafür. Matthias Platzeck ist für mich ein erfahrener Kollege und Freund. Mit ihm verlässt ein anerkannter Politiker, der über Parteigrenzen hinweg den Menschen stets zugewandt war, die politische Bühne..."

Peter Danckert, SPD-Bundestagsabgeordneter

"Politiker werden mit Arbeitswochen bis zu 100 Stunden rücksichtslos strapaziert, man betrachtet sie als permantente Hochleistungssportler, die keine Pause machen dürfen."

Hasso Plattner, Aufsichtsratsvorsitzender SAP

Hörbar bewegt sagte Plattner dem rbb-Inforadio: "Ich spüre große Enttäuschung und Trauer."

Dieter Dombrowski, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Landtag

Ich nehme den Schritt von Ministerpräsident Matthias Platzeck mit Respekt zur Kenntnis. Ein neuer Ministerpräsident Dietmar Woidke wird von uns eine faire Chance erhalten."

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Der brandenburgische Ministerprsident Matthias Platzeck (SPD) (27.06.2013) in der Staatskanzlei in Potsdam (Brandenburg). Quelle: dpa/ rbb Logo

29.07.2013 | rbb Spezial - Platzecks Rückzug

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck wird vorzeitig Ende August alle seine politischen Ämter nieder legen. Der leichte Schlaganfall, den er vor einem Monat erlitten hatte, führte zu dieser Entscheidung.