Potsdam, Palast Barberini aus nordwestlicher Richtung, Fotografie von 1907 (Lizenz: gemeinfrei)

Historischer Bau wird wiedererrichtet - Potsdam holt Plattners Kunsthalle ins Palais Barberini

Mit seinem dritten Anlauf für eine Kunsthalle in Potsdam hatte Hasso Plattner endlich Erfolg. Die Stadt ist einverstanden, dass der Milliardär nach dem Wiederaufbau im historischen Palais Barberini ausstellt.

Die Kunstsammlung des Mäzens und Software-Milliardärs Hasso Plattner kann in das Palais Barberini am Alten Markt in Potsdam ziehen. Der Antrag zum Wiederaufbau werde zügig bearbeitet, teilte Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) mit.

Es gebe keine Einwände zur beantragten Nutzung des Gebäudes. Die Kunsthalle werde Potsdams Mitte enorm bereichern, betonte Jakobs.

Der Berliner Investor Abris Lelbach kündigteden Baubeginn für das Gebäude mit einer historischen Fassade für April 2014 an. Das gesamte Objekt soll für eine kulturelle Nutzung dauerhaft öffentlich zugänglich sein. Finanzell unterstützt werden soll der Wiederaufbau durch die Hasso-Plattner-Förderstiftung.

Die Fertigstellung ist für Ende 2016 geplant. In einer Etage des Baus soll die Plattner-Sammlung unterkommen, an den anderen beiden Etagen finden Wechselausstellungen statt.

2012 zeigte Hasso Plattner in Potsdam Werke aus seiner Sammlung (Quelle: dpa)
Das Palais Barberini 1907

Zwei Standorte zuvor verworfen

Mit dem Palais Barberini hat Plattner einen dritten Standort für seine Kunsthalle ins Gespräch gebracht. Plattner wollte ursprünglich eine eigene Kunsthalle in Potsdam an Stelle des Hotel Mercure direkt neben dem wieder aufgebauten Stadtschloss bauen. Doch nach heftigen Protesten gegen den Abriss des DDR-Plattenbaus hatte er sein Angebot verärgert zurückgezogen. Auch ein Standort am Jungfernsee im Norden der Stadt wurde verworfen.

Jetzt soll das gesamte Gebäude, das Lelbach mit der historischen Fassade und den historischen Proportionen bis Ende 2016 wieder aufbauen will, als Museum genutzt werden.

Plattners Sammlung besteht aus Werken einstiger DDR-Maler wie Wolfgang Mattheuer, Bernhard Heisig, Arno Rink, Willi Sitte und Werner Tübke. Einen Vorgeschmack auf die Werke zeigte im vergangenen Jahr bereits eine Ausstellung in Potsdam.

Mehr zum Thema