
Neues Wohnheim in Friedrichshain - Sozialsenator Czaja stellt Lösung für Flüchtlinge in Aussicht
Ende 2012 schlugen die Flüchtlinge vom Oranienplatz ihre Zelte auf - nun scheinen die Tage des Lagers endgültig gezählt. Wie Sozialsenator Mario Czaja (CDU) dem rbb sagte, wurde am Montag der Vertrag für eine neue Flüchtlingsunterkunft in Friedrichshain unterzeichnet. Rechnet man die bereits vorhandenen Plätze in Reinickendorf und Marienfelde hinzu, wären alle Flüchtlinge versorgt.
Für die Flüchtlinge vom Berliner Oranienplatz scheint endgültig eine Lösung in Sicht. Am Montag habe die Senatsverwaltung für Soziales einen Vertrag für eine weitere Flüchtlingsunterkunft mit 102 Plätzen unterzeichnet, sagte Sozialsenator Czaja (CDU) dem rbb.

Ab Mittwoch können die Flüchtlinge in das ehemalige Hostel in die Gürtelstraße in Friedrichshain einziehen. Die ersten Signale seitens der Flüchtlinge seien positiv, sagte Czaja. Auch der Vertrag für die Residenzstraße wurde um zwei Monate verlängert. Dort sind derzeit 80 Flüchtlinge untergebracht. Im Flüchtlingsheim Marienfelde können 100 Asylsuchende untergebracht werden. Damit hätten die rund 300 Flüchtlinge vom Oranienplatz endlich eine feste Unterkunft.
Senatorin für Arbeit, Frauen und Integration hatte vermittelt
Im Streit um die Flüchtlinge vom Oranienplatz hatte der Senat zuletzt das Angebot gemacht, Unterkünfte zur Verfügung zu stellen und die Asylanträge einzeln zu prüfen. Dilek Kolat - Senatorin für Arbeit, Frauen und Integration - war als Vermittlerin zwischen dem Senat und den Flüchtlingen aufgetreten. Mitte März hatte sich die SPD-Politikerin mit Flüchtlingsvertretern auf eine friedliche Räumung des Platzes geeinigt. Auch die besetzte Gerhart-Hauptmann-Schule soll freigemacht werden. Allerdings waren nicht alle Flüchtlinge mit dem vorgeschlagenen Kompromiss einverstanden.

