
Baaske zeigt Bereitschaft - Brandenburg würde mehr syrische Flüchtlinge aufnehmen
154 Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien soll Brandenburg nach derzeitigem Stand aufnehmen. Jetzt hat Landessozialminister Baaske signalisiert, dass es auch mehr werden können. Am Mittwoch werden die ersten in Deutschland landen.
Brandenburgs Sozialminister Günter Baaske (SPD) hat sich offen für die Aufnahme weiterer syrischer Flüchtlinge gezeigt. "Bei Bedarf ist Brandenburg ebenso wie andere Bundesländer bereit, auch mehr Menschen aus Syrien aufzunehmen", sagte er am Dienstag in Potsdam.
Von den 5.000 Syrern, die in den kommenden Wochen direkt und ohne Asylverfahren in der Bundesrepublik erwartet werden, übernimmt Brandenburg einem bundesweiten Schlüssel zufolge 154.
Die Flüchtlinge kommen zunächst zentral ins niedersächsische Friedland, von wo aus sie in die Bundesländer reisen. Am Mittwoch landen in Hannover die ersten Flüchtlinge, die Deutschland per Charterflug aus dem Konfliktgebiet holt.
Wann genau die ersten Flüchtlinge in Brandenburg und Berlin eintreffen werden, ist derzeit noch unklar. Das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales hatte mitgeteilt, insgesamt 250 Syrer aufnehmen zu wollen.
Keine Flüchtlinge in Potsdam
Das Potsdamer Sozialministerium will die Flüchtlinge in Brandenburg auf fünf Landkreise verteilen. Um welche Landkreise es sich handelt, steht nach Angaben eines Sprechers aber noch nicht vollständig fest. Klar sei lediglich, dass die brandenburgische Landeshauptstadt Potsdam nicht dazu gehöre.
Die Menschen sollen auf jene Kreise in Brandenburg verteilt werden, die ausreichend Wohnungen zur Verfügung stellen können, sagte Ministeriumssprecher Engels in der vergangenen Woche. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Unterbringung reibungslos verläuft.
Die vom UN-Flüchtlingshochkommissariat ausgewählten syrischen Kriegsflüchtlinge werden als "Kontingentflüchtlinge" behandelt. Das heißt, sie sollen zügig in Wohnungen vermittelt werden, dürfen sich arbeitslos melden oder Arbeit suchen und sich frei in der Bundesrepublik bewegen.


