Demokratiefest gegen Rechtsextremismus - Hellersdorf feiert "Schöner leben ohne Nazis"
Rund 40 Organisationen, von Vereinen bis Ämtern, haben am Samstag in Hellersdorf mit einem Fest für mehr Toleranz und gegen Ausländerfeindlichkeit demonstriert. In dem Bezirk hatte die NPD zuletzt massiv Stimmung gegen ein Asylbewerberheim gemacht.
In Berlin-Hellersdorf haben am Samstag Hunderte Menschen ein Demokratiefest gefeiert. Unter dem Motto "Schöner Leben ohne Nazis" sollte laut Veranstaltern ein Zeichen gegen Ausgrenzung, Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in dem Ost-Berliner Plattenbauviertel gesetzt werden. Daran beteiligt waren rund 40 Vereine, Initiativen, Parteien, Ämter, Gewerkschaften und Religionsgemeinschaften.
Hellersdorf war in den vergangenen Wochen in die Schlagzeilen geraten, nachdem Rechtsextreme und Anwohner massiv gegen ein neues Asylbewerberheim Stimmung gemacht hatten.
Das Demokratiefest fand auf dem Alice-Salomon-Platz vor dem Hellersdorfer Rathaus statt, der in den vergangenen Wochen Schauplatz zahlreicher rechtsextremer Proteste gegen eine neue Flüchtlingsunterkunft und Gegendemonstrationen war.
Neben Infoständen und einer "interkulturellen Schlemmermeile" gab es auch Ausstellungen, Tanz- und Theaterstücke sowie eine "Bühne für Menschenrechte". Zudem spielten zahlreiche Combos und Musikgruppen darunter die Band des Jerusalemer Israel Goldstein Jugenddorfes. Das erste Demokratiefest "Schöner Leben ohne Nazis" wurde vor fünf Jahren in Hellersdorf gefeiert.





