Das Flüchtlingscamp auf dem Berliner Oranienplatz wird abgerissen. Am frühen Dienstagmorgen begann der Abbau der Hütten und Zelte.
Eineinhalb Jahre stand das Protestcamp auf dem Platz in Kreuzberg.
Jetzt werden die Hütten mithilfe eines Radladers abgerissen.
Auch die Flüchtlinge selbst helfen bei den Arbeiten.
Integrationssenatorin Dilek Kolat (l.) von der SPD und Berlins frühere Ausländerbeauftragte Barbara John (CDU) hatten für den Senat mit den Flüchtlingen verhandelt. Sie waren am Morgen vor Ort.
Jetzt wird hier alles beseitigt - das Ende einer monatelangen politischen Auseinandersetzung.
Die Bewohner dürfen in ein Hostel umziehen - allerdings nur die, die auf der Namensliste stehen.
Zunächst lief der Abbau des Camps friedlich ab, doch dann kam es immer wieder zu Rangeleien zwischen Flüchtlingen - einige wollten bleiben, andere durften nicht in die neue Unterkunft.
Die Räumung des Camps hatte sich verzögert, weil eine sofortige Wiederbesetzung verhindert werden sollte - und weil die Flüchtlinge sichergehen wollten, dass sie eine neue Bleibe erhalten.
Nun heißt es Abschied nehmen.
Viele der Flüchtlinge kommen in einem ehemaligen Hostel in Friedrichshain unter.
Die ersten von ihnen wurden am Morgen von Sozialsenator Mario Czaja (CDU) empfangen.
In Gruppen wurden die Flüchtlinge vom Oranienplatz zum Hostel gefahren.
Im abgeschlossenen Innenhof der neuen Unterkunft warten die Flüchtlinge darauf, registriert und eingelassen zu werden.
Möglichst noch am Dienstag soll das Camp auf dem Oranienplatz vollständig geräumt und abgebaut sein. Weitere Bildergalerien | Zum Artikel
Rund eineinhalb Jahre haben protestierende Flüchtlinge auf dem Berliner Oranienplatz ausgeharrt - nun ist das Camp weitgehend geräumt. Die Flüchtlinge packten am Dienstag selbst mit an, gleichzeitig begann der Umzug in ein Hostel. Die Senatsvertreter zeigten sich zufrieden mit dem Ablauf. ...