
Erste Unterkunft in Neukölln - Neues Flüchtlingsheim in Britz eröffnet Ende Februar
Die Wohnsituation für Asylbewerber in Berlin könnte sich ab Ende Februar bessern - zumindest etwas. In Neukölln eröffnet eine Unterkunft für 400 Menschen. Ein Unternehmer stellte das Gelände kostenlos bis zum Jahr 2015 zur Verfügung.
Im Bezirk Neukölln wird Ende Februar ein neues Flüchtlingsheim eröffnet. In zwei neu errichteten Gebäuden können bis zu 400 Asylbewerber untergebracht werden, teilte eine Sprecherin des Berliner Landesamts für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) am Dienstag mit.
Damit sei man dem Ziel ein Stück näher, die Unterbringung gleichmäßiger auf die Bezirke zu verteilen, so die Sprecherin des Berliner Landesamts für Gesundheit und Soziales.
Neukölln habe bisher gar keine Unterkünfte für Asylbewerber bereitgestellt. Bezirke wie Mitte oder Lichtenberg hingegen mit über 1000 Plätzen überdurchschnittlich viele. Außerdem werde das neue Heim die Lage in anderen überbelegten Einrichtungen entspannen.
Ende des Monats können voraussichtlich die ersten Bewohner in die neue Unterkunft im Ortsteil Britz einziehen. In ganz Berlin leben derzeit rund 8300 Asylbewerber in Gemeinschaftsunterkünften. Gut 300 Flüchtlinge (Stand Ende Januar) sind in Hostels untergebracht, 200 Plätze fehlten.
Möbelunternehmer stellt Gelände zur Verfügung
Das Heim wurde auf einem Grundstück an der Neuen Späthstraße / Haarlemer Straße in Britz gebaut. Bauherr ist der Berliner Senat. Das Grundstück wurde dem Senat von einem Berliner Möbelunternehmer kostenlos bis Ende 2015 zur Verfügung gestellt.
Umstritten war, wo genau auf dem Grundstück die Unterkünfte entstehen sollten - näher zur Haarlemer Straße oder näher zum Teltowkanal. Die Bürgerinitiative "Hufeisen gegen Rechts" hatte sich bereits im vergangenen Jahr für mehr Akzeptanz in der Umgebung eingesetzt.



