Der neue Landtag in Potsdam am 18.01.2014. (Quelle: dpa)

Neue Nachbarn für den Landtag - Potsdam mietet neue Wohnungen für Flüchtlinge an

Bis zu 25 Wohnungen in Gemeinschaftsunterkünften: Die Stadt Potsdam richtet mehr Plätze für Flüchtlinge ein - und zwar im Zentrum der Landeshauptstadt. Das soll der schnelleren Integration und besseren Betreuung dienen.

Neue Nachbarn für den Brandenburger Landtag: Im Staudenhof, einem Wohnkomplex nahe des Parlaments, sollen künftig bis zu 25 Wohnungen für insgesamt 50 Flüchtlinge angemietet werden, teilte die Stadtverwaltung am Donnerstag mit. Die Wohnungen gehören der städtischen Unternehmensverbund Pro Potsdam. Im Wohnkomplex Staudenhof gibt es insgesamt mehr als 180 Wohnungen.

Damit werde die Zahl der Wohnplätze in Gemeinschaftsunterkünften in der Landeshauptstadt auf 300 erweitert. Um die erwarteten steigenden Zahlen von Asylbewerbern zu bewältigen, seien zudem weitere Projekte geplant.

Potsdam treibt schnelle Integration voran

Das Wohnumfeld habe eine zentrale Funktion im Integrationsprozess, betonte die Sozialbeigeordnete der Stadt, Elona Müller-Preinesberger (parteilos): "Es ist Lebensmittelpunkt und wichtiges Kontaktfeld für die Zuwanderer und die einheimische Bevölkerung."

Vor allem Kinder und Jugendliche sowie die nicht erwerbstätigen Erwachsenen verbrächten einen großen Teil ihrer Zeit im Wohnquartier. Daher sei die Betreuung der Flüchtlinge und deren schnelle Integration für die Stadt Potsdam eine wichtige Aufgabe. Das Land Brandenburg - so eine Schätzung - muss in diesem Jahr 900 zusätzliche Asylbewerberplätze schaffen.

Um die Bewohner des Staudenhofes und Anwohner der Nachbarschaft über das Vorhaben zu informieren, hat die Stadt zu einem Informationsabend eingeladen.

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