Asylbewerberheim in Eisenhüttenstadt (c) dpa

Brandenburger Kommunen stellen mehr Flüchtingsunterkünfte - Entspannung in Eisenhüttenstadt

In der völlig überfüllten Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Eisenhüttenstadt gibt es Hoffnung auf Entlastung. Noch im Oktober werden mehrere hundert Asylbewerber in andere Orte in Brandenburg weiterziehen. Diese haben offenbar auf Druck der Landesregierung neue Kapazitäten geschaffen.

In der zentralen Aufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstadt entspannt sich die Lage. Mehr als 300 Flüchtlinge werden bis zum Monatsende in andere Orte in Brandenburg umziehen. In Eisenhüttenstadt hatten bisher rund 630 Flüchtlinge auf engstem Raum gelebt. Mehrfach war es zu Schlägereien gekommen, die Polizei richtete eine Dauerpräsenz ein.

Weil einige Landkreise ihrer Pflicht, Flüchtlinge aufzunehmen, nicht nachkamen, hatte die Landesregierung gedroht, sie auf Kosten der Kreise in Hotels oder Pensionen unterzubringen. Das Ultimatum hat gewirkt, wie Frank Nürnberger, Leiter der Zentralen Ausländerbehörde, dem rbb bestätigte: "Wir hatten im September noch 188 Verteilungen in die Kreise, für Oktober können wir schon von 335 Personen ausgehen, die in die Wohnheime in die Kreise gehen. Wenn das so fortgesetzt wird, haben wir die Entspannung, die wir brauchen."

Holzschuher will Teil der Kosten übernehmen

Innenminister Ralf Holzschuher (SPD) sagte den Landkreisen eine bessere Übernahme der Kosten zu, allerdings nur für spezielle Aufgaben. Holzschuher: "Wenn zum Beispiel Jugendliche besonders betreut werden müssen oder wenn die Gesundheitsuntersuchungen für die Asylbewerber in Eisenhüttenstadt organisiert werden muss."

Auf dem Gelände der Einrichtung in Eisenhüttenstadt sollen zudem weitere Container aufgestellt werden. Gleichzeitig wird landesweit nach weiteren Standorten für die Unterbringung der Menschen gesucht.

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