
Erneuter Vorfall in Hellersdorf - Mitarbeiter eines Flüchtlingsheims rassistisch beschimpft
Seit dem vergangenen Sommer protestieren Neonazis und einige Anwohner gegen das Asylbewerberheim in Berlin-Hellersdorf, immer wieder kommt es zu Zwischenfällen. So auch am Sonntag: Neun Männer - mindestens zwei gehören laut Polizei der rechten Szene an - tauchten dort mit Deutschlandfahnen auf, ein Mann beschimpfte einen Mitarbeiter fremdenfeindlich.
Anhänger der rechten Szene haben vor dem Flüchtlingsheim in Berlin-Hellersdorf erneut für Unruhe gesorgt. Ein 34 Jahre alter Sicherheitsmann wurde von einem der Männer mit fremdenfeindlichen Worten beleidigt, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.
Ein Mann filmte den Mitarbeiter mit einer Videokamera, ein anderer spielte auf seiner Gitarre. Auf einem Bild im Internet ist außerdem zu sehen, wie zwei Männer Deutschlandfahnen schwenken. Die Gruppe verließ das Grundstück, als der Sicherheitsmann sie dazu aufforderte. Polizisten fanden etwa neun Verdächtige wenig später in der Nähe des Heims. Mindestens zwei von ihnen gehörten der rechten Szene an, so die Polizei. Gegen einen 25-Jährigen werde nun wegen Beleidigung ermittelt. Der Vorfall ereignete sich gegen 13 Uhr.
Seit dem Sommer protestieren Neonazis und Anwohner gegen die Unterbringung der Asylbewerber in Hellersdorf. Gleichzeitig gehen auch viele Unterstützer des Wohnheims für die Flüchtlinge auf die Straße. Erst zu Silvester und Anfang Januar hatten Verdächtige vor dem Gebäude randaliert.




