Eine Frau passiert ein Unterstützerplakat für die Flüchtlinge in Eisenhüttenstadt (Brandenburg) (Quelle: dpa)
Video: Brandenburg aktuell | 21.08.2013

Proteste in Neu Fahrland - Potsdam sucht neues Heim für Flüchtlinge

Wie in Berlin ist es auch in Potsdam bei den Planungen für ein neues Asylbewerberheim zu Protesten gekommen. Rechtes Gedankengut stecke aber nicht dahinter, versichert die Stadt. Es gebe vielmehr Sorgen, das angedachte Bürogebäude könnte für die Unterbringung nicht geeignet sein.

Für mehr als 100 Flüchtlinge ist die Landeshauptstadt Potsdam auf der Suche nach einer geeigneten Bleibe. Bei der Begehung eines leerstehenden Bürogebäudes im Stadtteil Neu Fahrland hatten Anwohner gegen ein Heim in dem Gebäude protestiert, sagte ein Sprecher der Stadt am Mittwoch.

Rechtes Gedankengut stecke nicht dahinter, versichterte ein Sprecher der Stadtverwaltung: Die rund 30 Anwohner hätten vielmehr die Sorge geäußert, das Haus könne unter anderem wegen Asbests nicht für die Flüchtlinge geeignet sein.

Derzeit gibt es zwei Wohnheime in Potsdam. Die sind jedoch voll besetzt, insgesamt 193 Menschen leben dort. Die Landeshauptstadt muss in diesem Jahr noch 178 neue Flüchtlinge unterbringen.

Nach Angaben des Innenministeriums leben rund 4.300 Flüchtlinge in Brandenburg, etwa 700 von ihnen in der Erstaufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstadt. Dort sollen angesichts steigender Flüchtlingszahlen die Plätze um 100 aufgestockt werden.

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