Rechtsextreme demonstrieren am 25.10.2013 gegen das geplante Asylbewerberheim in Bestensee-Pätz. (Quelle: imago)

Polizei verbietet Fackeln - Rechtsextreme demonstrieren gegen Flüchtlingsheim in Pätz

Im Frühjahr sollen in Bestensee-Pätz in Brandenburg etwa 150 Asylbewerber übergangsweise in einem Flüchtlingsheim untergebracht werden. Rechtsextreme machen dagegen Stimmung. Am Freitagabend wollten sie einen Fackelzug veranstalten, doch die Fackeln wurden von der Polizei beschlagnahmt. Die Demonstration fand statt. Ebenso eine Gegendemonstration.

In Bestensee-Pätz (Dahme-Spreewald) haben am Freitagabend etwa 150 Rechtsextremisten gegen ein geplantes Flüchtlingsheim demonstriert. Die Polizei setzte zwei Hundertschaften ein, um Zusammenstöße mit Gegendemonstranten zu verhindern. Beide Kundgebungen verliefen friedlich. Ursprünglich hatten die Neonazis einen Fackelmarsch geplant, die Fackeln wurden jedoch von der Polizei verboten und beschlagnahmt.

Ab dem kommenden Frühjahr sollen im Technologie- und Bildungszentrum im Bestenseer Ortsteil Pätz etwa 150 Asylbewerber untergebracht werden. Sie sollen dort befristet wohnen - bis das Hauptgebäude des Asylbewerberheims im nahen Waßmannsdorf saniert ist. Dort stehen momentan nicht genug Plätze für die Flüchtlinge zur Verfügung, die zusätzlich aufgenommen werden sollen.

Bereits mehrere Proteste von Rechtsextremen gegen das Heim

Gegen das neue Flüchtlingsheim in Pätz gab es bereits mehrfach Proteste. So protestierten am 24. Oktober anlässlich der Unterzeichnung des Mietvertrags für das Gebäude mehrere Anhänger der NPD vor dem Landratsamt in Lübben.

Damals sagte Landrat Stephan Loge dem rbb, es stünden Sozialarbeiter für die Betreuung der Menschen bereit, außerdem gebe es am Ort Kitaplätze für die Kinder.

Eine knappe Woche zuvor hatte die NPD bei einem Informationsabend lautstark gegen die Unterkunft für Asylbewerber protestiert. Gleichzeitig fand eine Gegenkundgebung statt, zu der Kommunalpolitiker mehrerer Parteien aufgerufen hatten. Dutzende Polizisten sicherten die Informationsveranstaltung und hinderten Rechte daran, das Gelände zu betreten. Offenbar waren viele Rechte aus Berlin angereist.

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