
Volksbegehren zum Tempelhofer Feld - Rund 100.000 Unterschriften fehlen
Sie wollen, dass das Tempelhofer Feld unbebaut bleibt - aber mit den Unterschriften zu einem Volksbegehren gegen die Bebauung liegen die Aktivisten des Bündnisses "100% Tempelhofer Feld" noch immer weit zurück. Einen Monat vor dem Ende der Frist haben sie etwa 80.000 Unterschriften gesammelt. Nötig aber wären rund 174.000 gültige Stimmen.
Rund einen Monat vor Fristende haben die Initiatoren des Volksbegehrens gegen eine Bebauung des Tempelhofer Felds weniger als die Hälfte der nötigen Unterschriften beisammen. Nach eigenen Angaben hat das Bündnis "100% Tempelhofer Feld" bislang etwa 80.000 Unterschriften gesammelt. Für ein erfolgreiches Volksbegehren wären aber 173.855 Unterschriften erforderlich. Am 13. Januar endet die Frist für das Verfahren.
Der Berliner Senat will, dass am Rand des ehemaligen Flughafengeländes Wohnungen, Gewerberäume und eine Landesbibliothek gebaut werden. Die Initiatoren des Volksbegehrens wollen dagegen durchsetzen, dass das gesamte Gelände unbebaut bleibt. Seit dem 14. September sammeln sie dafür Unterschriften.
100 Stimmen in der letzten Woche
Wie das Landesamt für Statistik der Berliner Morgenpost mitteilte, sind aber viele der abgegebenen Stimmen ungültig. Die Bezirkswahlämter hatten bereits zahlreiche Unterschriften geprüft, von 30.815 Stimmen waren 26.348 gültig. In der vergangenen Woche gaben lediglich 100 Menschen ihre Stimme für das Volksbegehren ab.
Im Vergleich dazu hatten die Initiatoren des Volksbegehrens zur Berliner Energieversorgung im vergangenen Juni deutlich mehr Zulauf. Das notwendige Quorum von sieben Prozent der Wahlberechtigten hatten die Aktivisten des "Energietisches" überschritten - 227.748 Berliner hatten sich an der Unterschriftenaktion beteiligt, etwa 50.000 mehr als nötig. Das Vorhaben scheiterte am Ende daran, dass statt der erforderlichen 25 Prozent lediglich 24,1 Prozent der Wahlberechtigten für den Rückkauf stimmten.



