Betongold / Jens-Holger Kirchner (Grüne), Baustadtrat von Pankow (Quelle: rbb/Fayd Jungnickel)

Stefan Tidow als Staatssekretär für Umwelt - Jens-Holger Kirchner wird Verkehrsstaatssekretär

Der Pankower Stadtrat Jens-Holger Kirchner (Grüne) wird neuer Verkehrsstaatssekretär im rot-rot-grünen Berliner Senat. Das erfuhr der rbb am Freitag aus Parteikreisen. Der zum Realo-Flügel zählende Kirchner war zuvor bereits als Kandidat für das Amt des Verkehrssenators gehandelt worden, war aber an Widerständen innerhalb der eigenen Partei gescheitert.

Seine Widersacher störten sich daran, dass neben Dirk Behrendt, der Justizsenator wird, ein zweiter Mann einen Senatorenposten erhalten sollte. Zwar wird Ramona Pop Wirtschaftssenatorin, aber das reichte den auf die Frauenquote pochenden Mitgliedern des Landesverbands nicht. Die Partei nominierte schließlich die Klimaexpertin Regine Günther für den Senatorenposten.

Kirchner führte in Pankow die Parkraumbewirtschaftung ein

Kirchner bringt bereits Verwaltungs- und Politikerfahrung mit. Der gelernte Tischler war zehn Jahre Stadtrat. In Pankow führte er gegen erhebliche Widerstände eine umfassende Parkraumbewirtschaftung ein. Bis 2021 will die neue Koalition die Parkraumbewirtschaftung schrittweise ausweiten, mit dem - so steht es wörtlich im Koalitionsvertrag - "Ziel der Flächendeckung innerhalb des S-Bahn-Ringes."

Stefan Tidow wird Staatssekretär für Umwelt und Klimaschutz

Staatssekretär für Umwelt und Klimaschutz in der gleichen Verwaltung wird Stefan Tidow. Der Grüne arbeitete in diversen Positionen auf Bundesebene für die Partei und zuletzt in leitender  Funktion in der rheinland-pfälzischen Landesvertretung in Berlin.

Die Landesvorsitzende Bettina Jarasch sprach mit Blick auf die designierte Leitungsebene des künftigen grünen Schlüsselressorts am Freitag von einem "guten Team". Dieses sei eine Garantie dafür, dass die Grünen in dem Bereich starke neuen Akzente setzen könnten.

Namen für die je zwei Staatssekretäre in den Ressorts Justiz und Wirtschaft nannten die Grünen am Freitag zunächst nicht. Dem Vernehmen nach stehen auch diese Personalien fest, allerdings müssen noch Details zum Beispiel mit den aktuellen Arbeitgebern der Betreffenden geklärt werden.

Mit Informationen von Jan Menzel

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