Drei Poster von Berliner Clubs gegen die AFD. (Quelle:TheClubmap)

Berliner Clubs plakatieren gegen AfD - Du kommst hier nicht rein!

Feiern gilt gemeinhin als eher unpolitisch. Einige Berliner Clubs, darunter der Klunkerkranich, das Yaam und das SchwuZ, wirken diesem Vorurteil derzeit energisch entgegen: mit einer Plakataktion, die sich gegen die AfD richtet.

Mehrere Berliner Clubs wenden sich mit einer Plakataktion gegen die AfD. Mit Sprüchen wie "sorry, AfD steht nicht auf der Liste" oder "ohne internationale dj's wären berliner clubs leer. clubs against AfD" wollen sie dazu aufrufen, der rechtspopulistischen Partei bei der Abgeordnetenhauswahl am Sonntag nicht ihre Stimme zu geben.

Beteiligt sind unter anderem die Clubs Burg Schnabel, Klunkerkranich, Magdalena, Goldengate Berlin, YAAM Berlin, Gretchen, Maze, VOID Berlin und das SchwuZ. Aufgerufen zur Kampagne hatte Jens Schwan, Veranstalter des "Zugs der Liebe", der dieses Jahr zum zweiten Mal durch Berlin fuhr. Die Parade versteht sich auch als politische Demonstration für mehr Gerechtigkeit und eine sozialere Flüchtlingspolitik.

"Wir kleben Plakate, die darüber aufklären, was die AfD in Berlin will und zeigen, dass Berlins wichtigstes Aushängeschild, die Berliner Clubkultur, nichts von Abgrenzung und Hetze hält", heißt es zur Begründung auf der Wesbsite des "Zugs der Liebe". "Unsere Clubs sind genauso international wie die Stadt selbst. An der Tür, hinter der Bar und am DJ Pult arbeiten in den Clubs dieser Stadt locker hundert verschiedene Nationen."

Politisches Programm in Twitterlänge

Eine zweite Plakatreihe setzt sich mit Positionen der AfD auseinander, wie sie im Wahlprogramm der Partei stehen und wie sie etwa im Wahl-o-mat verdichtet werden. Die Plakate kommen zu den auf Twitterlänge runtergebrochenen Ergebnissen "Keine Vermögenssteuer für Millionäre", "Kein sozialer Wohnraum in neuen Wohngebieten", "Junge Menschen sollen nicht wählen dürfen" und "Eltern sollen für die Kitas selbst bezahlen!".

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