Arbeiter montieren Solarmodule auf einem Dach (Quelle: imago)

Koalitionsvertrag - Das plant Rot-Rot-Grün: Klima

Keine Braunkohle mehr, ab 2030 dann auch keine Steinkohle in den Berliner Kraftwerken: Berlin soll Solarhaupstadt werden mit einem 1000-grüne-Dächer-Programm. Für die hehren Ziele soll unter anderem ein "richtiges" Stadtwerk her.

Im Koalitionsvertrag haben SPD, Linke und Grüne das Ziel festgeschrieben, Berlin bis 2050 zur klimaneutralen Metropole zu entwickeln.

Rot-Rot-Grün will schon 2017 aus der Nutzung der extrem klimaschädlichen Braunkohle aussteigen. Bis 2030 soll auch das Verfeuern von Steinkohle in den Berliner Kraftwerken beendet sein. Dazu planen die potentiellen Koalitionäre ein Energiewendegesetz.

Die alte Idee, Berlin zur Solarhauptstadt auszubauen, will das Dreierbündnis mit einem 1000-grüne-Dächer-Programm umsetzen. Bis Ende 2018 sollen alle Dächer öffentlicher Gebäude auf Eignung geprüft werden.

Ein Stadtwerk, dass den Namen verdient

Aus den kleinen, weitgehend unbekannten und reglementierten Berliner Stadtwerken will Rot-Rot-Grün ein "richtiges" Stadtwerk machen, bei dem potentiell  alle Berlinerinnen und Berliner Kunden sein können. Die Stadtwerke erhalten dazu bis zu 150 Millionen Euro. Das Unternehmen soll damit stärker in Windräder und Solaranlagen investieren und sich um die energetische Sanierung von Gebäuden kümmern. Ein Förderprogramm des Landes soll Hausbesitzer ermutigen, alte Ölheizungen durch sparsamere Anlagen zu ersetzen.

Die Wohnungsbaugesellschaften will Rot-Rot-Grün verpflichten, bei ihren Neubauvorhaben einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Am liebsten würde die Koalition in spe das Berliner Stromnetz übernehmen und zurück in Landeshand bringen, wohl wissend dass das Netz derzeit dem schwedischen Energiekonzern Vattenfall gehört und der das lukrative Geschäftsfeld behalten will.

Beim Gas- und Fernwärmenetz haben die drei Verhandlungspartner ebenfalls Interesse signalisiert, gleichzeitig aber klargestellt, dass sich ein möglicher Kauf rechnen muss.

Koalitionsvertrag-Themenpunkte (Quelle: dpa/Eisele/rbb|24)IntegrationPolizeiDrogenKita Hort SchuleBürgerämter

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereKommentar-Regeln und Hilfe zu Kommentaren zum Kommentieren von Beiträgen.

Das könnte Sie auch interessieren

Angela Merkel und Barack Obama diskutieren auf dem Kirchentag in Berlin am 26.05.2017 (Quelle: rbb)

Kirchentag in Berlin - Obama in 360 Grad

70.000 Menschen sind zum Brandenburger Tor gepilgert, um ihm zu lauschen: Ex-US-Präsident Barack Obama hat auf dem Kirchentag mit Kanzlerin Merkel über Gott und die Welt geplaudert. rbb|24 war mit der 360-Grad-Kamera dabei.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Ex-US-Präsident Barack Obama verlassen auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag am 25.05.2017 in Berlin am Brandenburger Tor nach einer Diskussionsveranstaltung (Quelle: dpa/Ralf Hirschberger)

Kommentar | Obama beim Kirchentag - Mehr als reine Politshow

Ex-Präsident Obama wird auf dem Kirchentag beim Gespräch mit Merkel bejubelt. Gleichzeitig liefern sich Vertreter von AfD und Kirchentag eine harte Diskussion. Beides ist keine reine Politshow, sondern auch Chance für den Kirchentag, kommentiert Friederike Sittler.