Koalitionsvertrag - Das will Rot-Rot-Grün in Berlin verändern

Was hat Berlins erstes rot-rot-grünes-Dreierbündnis mit der Stadt vor? Der Koalitionsvertrag listet nahezu alle Lebensbereiche auf. Eine Übersicht über die wichtigsten Themen und Beschlüsse im interaktiven Bild (einfach die Sprechblasen anklicken).  

Falls Sie die Sprechblasennicht nicht öffnen können, klicken Sie bitte die unten stehenden Teaser an.

- Das plant Rot-Rot-Grün: Wohnen

Eines der drängendsten Themen ist der zunehmende Wohnraummangel. Die künftige Koalition will einen Sozialwohnungsanteil bei Neubauten der landeseigenen Gesellschaften von 50 Prozent. Auch die Härtefallregel wird überarbeitet.

Straßenbahn fährt auf der Kastanienallee in Berlin-Prenzlauer Berg (Quelle: imago/Jürgen Ritter)

- Das plant Rot-Rot-Grün: Busse und Bahnen

Im Januar klettern noch mal die Preise, aber das soll es dann auch gewesen sein. r2g will die Ticketpreise einfrieren. Zudem soll die Taktdichte auf dem S-Bahn-Ring und auch auf anderen Linien erhöht werden. Und: mehr Trams für Berlin.

Flüchtlingsunterkunft in Berlin Tempelhof (Quelle: dpa/Clemens Bilan)

- Das plant Rot-Rot-Grün: Integration

Keine Großunterkünfte mehr wie in den Tempelhofer Hangars: SPD, Linke und Grüne wollen die Integrationspolitik reloaden. So ist etwa ein Antidiskriminierungsgesetz geplant. Abschiebungen sollen nur noch die "Ultima Ratio" sein.

- Das plant Rot-Rot-Grün: (Rad)Verkehr

Dass Autos grundsätzlich Vorfahrt haben, politisch wie verkehrstechnisch, soll endgültig der Geschichte angehören. Die künftige Koalition will sich verstärkt etwa dem Radverkehr widmen - mit eigenen Parkhäusern, Radstreifen und einem "Mobilitätsgesetz".

Ein Bettler sitzt in einer Fußgängerzone auf dem Boden (Bild: imago/epd)

- Das plant Rot-Rot-Grün: Soziales

Koordiniert und mit einem abgestimmten Konzept will r2g die Armut bekämpfen - vor allem die Armut bei Kindern. Die Rezepte dafür heißen etwa höhere Mietzuschüsse, Kampf gegen Arbeitslosigkeit, größere Bildungschancen.

ILLUSTRATION: Kinder liegen und sitzen in einer Kindertagesstätte (Quelle: dpa/Monika Skolimowska)

- Das plant Rot-Rot-Grün: Schule, Kita, Hort

Unbürokratischer soll es werden, vor allem bei der Jagd auf Kita- und Hortplätze. Dafür aber nicht kostenlos, wie die SPD urspünglich wollte. Aber auch Linke und Grüne mussten in den Verhandlungen Federn lassen.

Drogen-Hinweis am RAW-Gelände (Quelle: dpa)

- Das plant Rot-Rot-Grün: Umgang mit Drogen

Null-Toleranz-Politik im Görlitzer Park oder an der Warschauer Brücke - diese Zeiten sind vorbei. Die künftigen Koalitionäre setzen auf Liberalisierung. Deshalb will sich Berlin auch auf Bundesebene für eine kontrollierte Abgabe von Cannabis einsetzen.

Bürgeramt Rathaus Charlottenburg, Wartebereich (Bild:imago/Stefan Zeitz)

- Das plant Rot-Rot-Grün: Bürgerämter

Bislang sind alle Versuche mehr oder weniger gescheitert, aus den Bürgerämtern Serviceeinrichtungen zu machen, die ihren Namen verdienen: Ämter für die Bürger. Nun will es die Dreierkoalition versuchen und hat auch schon eine Frist gesetzt. 

Kommissaranwärterinnen und Kommissaranwärter der Polizei gehen in die Kölner Lanxess-Arena zu ihrer Vereidigung. (Quelle: imago/Jochen Tack)

- Das plant Rot-Rot-Grün: Polizei

Die Sicherheitspolitik wird ein Spagat: Einerseits sollen wieder deutlich mehr Polizisten auf Streife gehen. Andererseits soll der Datenschutz nicht weiter ausgehölt werden - und auch die Bürgerrechte gewahrt.

Arbeiter montieren Solarmodule auf einem Dach (Quelle: imago)

- Das plant Rot-Rot-Grün: Klima

Keine Braunkohle mehr, ab 2030 dann auch keine Steinkohle in den Berliner Kraftwerken: Berlin soll Solarhaupstadt werden mit einem 1000-grüne-Dächer-Programm. Für die hehren Ziele soll unter anderem ein "richtiges" Stadtwerk her.

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