Künftige Koalition setzt sich für besseren Tierschutz in Berlin ein - Rot-Rot-Grün will Pferdekutschen aus Innenstadt verbannen

Der bis Mittwoch fertig auszuhandelnde Koalitionsvertrag nimmt immer mehr Form an. Demnach ist ein wichtiger Punkt der bessere Tierschutz in der Hauptstadt. Dazu gehört neben der Reduzierung des gewerblichen Handels mit exotischen Tieren auch die Verbannung der bei Touristen beliebten Pferdekutschen aus der Innenstadt.

Die geplante rot-rot-grüne Koalition in Berlin will die bei Touristen beliebten Pferdekutschen aus der Innenstadt verbannen. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur und beruft sich auf den Entwurf des Koalitionsvertrags und dort auf den Tierschutz-Teil. Demnach wollen SPD, Linke und Grüne auch den gewerblichen Handel mit exotischen Tieren auf Tierbörsen reduzieren. Zirkusse sollen nur noch dann auf öffentlichen Flächen in der Hauptstadt gastieren dürfen, wenn sie ihre Tiere artgerecht halten.

Rot-Rot-Grün will zudem Tierversuche "auf das absolut notwendige Maß reduzieren" und verstärkt alternative Ansätze fördern. "Gemeinsam mit den Universitäten will die Koalition Berlin zur Forschungshauptstadt für Ersatzmethoden machen", heiß es in dem Papier.

Tierschutzbeauftragter soll künftig hauptamtlich tätig sein

Um den Tierschutz zu verbessern, ist auch ein Verbandsklagerecht für anerkannte Tierschutzorganisationen geplant. Das Amt des Tierschutzbeauftragten des Landes wird zudem künftig eine hauptamtliche Tätigkeit sein.

Die Parteien wollen in Berlin die bundesweit erste rot-rot-grüne Koalition unter SPD-Führung bilden. Am Montag gehen die Verhandlungen in die entscheidende Phase, bis Mittwoch soll dann der Koalitionsvertrag stehen.

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