- Franz von Holtzendorff

(* 14. Oktober 1829 in Vietmannsdorf (Uckermark); † 4. Februar 1889 in München)

Franz von Holtzendorff war Strafrechtler und Hochschullehrer. Er kämpfte für eine Reform des Strafwesens und der Gefängnisanstalten und für die soziale Besserstellung der Frauen.

Aus dem Familienbuch:

In dem Streben die Ideen der Humanität im ganzen Gebiet des Rechtes zu fördern, arbeitet Franz seit Jahren mit besonderem Nachdruck an der Abschaffung der Todesstrafe (…). Auch trat er an die Spitze der practischen Bewegung, welche sich gegen die Beibehaltung der Todesstrafe richtet, und reichte dem  Norddeutschen Reichstage, als es sich um die Beschlußfassung über das neue Strafgesetzbuch handelte, eine, von den namhaften Juristen und Schriftstellern unterzeichnete Adresse gegen die Todesstrafe ein. Dem im Sinne dieser Kundgebung ausgefallenen Votum des Reichstages trat, wie bekannt Graf Bismarck mit seinem vollen persönlichen Gewischte entgegen, und so wurde die Todesstrafe - auf eine sehr geringe Zahl von Fällen beschränkt - im Princip beibehalten."

Nach Franz von Holtzendorff wurde eine Straße in Berlin-Charlottenburg  benannt.