Das Team macht zusammen mit Ferdinand von Lochow auf der Treppe eine Pause (Quelle: rbb/Räuberleiter)

Die Lochows in Petkus heute

Die von Lochows fühlen sich in der alten Heimat wohl. Sie sind sich einig, dass sie nach der Wiedervereinigung alles in allem sehr herzlich und offen in Petkus aufgenommen wurden. Nur zu Beginn waren einige Dorfbewohner skeptisch. So ging Ferdinand Junior mit dem Pfarrer des Ortes von Haus zu Haus, um ihnen zu versichern, dass sie ihnen nicht die Häuser wegnehmen würden.

"Du kannst, wenn Du willst!" - Ferdinand III. von Lochow

Straßenschild von der Ferdinand von Lochow Straße (Quelle: rbb/Räuberleiter)

"Das Erbe des Roggenkönigs: Ackerbau und Küche in Preußen" - Familie von Lochow

Schon im Mittelalter wurde die Mark Brandenburg als "Streusandbüchse des Heiligen Römischen Reiches" bezeichnet. Karge Böden und geringe Niederschläge schränkten seit jeher die Erträge extrem ein. Hungersnöte, nicht nur nach Kriegen, waren bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts keine Seltenheit.

Mehr zum Thema

Die von Lochows

Geschichtliches und Hintergrund

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    - Ferdinand III.

    Ferdinand III. wurde am 12. Januar 1871 während des Deutsch-Französischen Krieges bei den Kämpfen um Le Mans schwer verwundet und beendete 1872 als Invalide seine Karriere beim Militär. Um die empfindliche Kopfverletzung zu schützen, trug er zeitlebens eine Art Tropenhelm.

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    - DDR

    Das Gutshaus wurde zu DDR-Zeiten als Landwirtschaftsschule genutzt. 1954 besuchte Wilhelm Pieck den Saatzuchtbetrieb.  

  • Hintergrund 

    - Landwirtschaft in der Mark Brandenburg

    In Brandenburg überwiegen bis heute nährstoffarme Sandböden. Sie brachten der Mark - im Zusammenspiel mit den sehr geringen Niederschlägen - die Bezeichnung "Streusandbüchse des Heiligen Römischen Reiches" ein. Auch in Petkus waren und sind die Böden sandig, karg und trocken. Es regnet wenig, oft verdunstet das Wasser aufgrund starker Winde schnell.

  • Hintergrund 

    - Essgewohnheiten der Berliner

    Mit den seit 1685 eingewanderten Hugenotten erweiterte sich der Speiseplan der Berliner um grünen Salat, Blumenkohl, Gurken, Spinat, Artischocken, grüne Erbsen und Bohnen, französisches Weißbrot und süße Semmeln.

  • Hintergrund 

    - Schichtenspezifischer Lebensmittelkonsum in Berlin um 1840

    Oberschicht: Wein, Champagner, Weizenbrot, Schweinebraten, Wild, Pasteten, importierte Würste, Feingemüse, Zitrusfrüchte, Pfirsich, Trauben, Austern, Spargel.

Ferdinand von Lochow zeigt Jörg Thadeusz sein Anwesen (Quelle: rbb/Räuberleiter)

Petkus

Petkus hat etwa 500 Einwohner und gehört zur Gemeinde Baruth im Landkreis Teltow-Fläming. Das Dorf wurde erstmals 1229 erwähnt und bestand früher aus zwei Teilen: Petkus und Kaltenhausen.

Petkus, Teltow Fläming