Jörg Thadeusz vor dem Schloss Lübbenau; Quelle: rbb/Räuberleiter
Jörg Thadeusz vor dem Schloss Lübbenau

- Preußisch Blau - Jörg Thadeusz trifft den preußischen Adel

Sie lebten in Flensburg, im Allgäu oder im Ausland. Doch viele Nachfahren der märkischen Adelsgeschlechter konnten ihre brandenburgische Herkunft nicht vergessen. Nach dem Ende der DDR kamen sie wieder zurück in den Osten Deutschlands und in die Schlösser und Gutshäuser, die die kommunistischen Machthaber nach dem Zweiten Weltkrieg enteignet hatten.

Inzwischen haben sie Schlösser, Gutshöfe, Wasserburgen vielfach zurückgekauft und wieder hergerichtet. Allerdings begegneten "die Junker" mancherorts Vorurteilen und Misstrauen und mussten sich ihren Platz in der Dorfgemeinschaft erst erarbeiten. Heute sind die Grafen und Freifrauen oft Arbeitgeber in der Region oder engagieren sich für gesellschaftliche Belange.

Jörg Thadeusz hat sich auf die Suche nach Preußen in Brandenburg gemacht. In jeder Folge der vierteiligen Reihe besucht Jörg Thadeusz eine Adelsfamilie, die nach der Wiedervereinigung nach Brandenburg zurückgekehrt ist.

Rochus Graf zu Lynar stakt mit Jörg Thadeusz über die Spreewaldkanäle und erklärt, wie er aus der Schlossruine, die er und seine Familie 1993 vorfanden, ein Luxushotel gemacht hat.

Ferdinand von Lochow, Nachfahre des gleichnamigen berühmten Roggenzüchters, beschreibt, wie er 1991 als gerade mal Zwanzigjähriger nach Petkus kam, um den Familienbetrieb wieder aufzubauen.

Auf Gut Wilsickow findet nach 125 Jahren erstmals wieder eine Adelshochzeit statt - Thadeusz ist als Gast dabei, bittet die Braut Elisabeth von Holtzendorff zum Tanz und spricht mit der Brautmutter über Benimmregeln.

CDU-Politiker und Biobauer Hans-Georg von der Marwitz schildert, warum er sich für grüne Themen wie den Kampf gegen Gentechnik und Atomkraft engagiert: Er folgt dem Grundsatz seines Urahnen Johann Friedrich Adolf von der Marwitz. Denn der fühlte sich seinem Gewissen verpflichtet und verweigerte Friedrich dem Großen den Befehl.