Karin Koch, Foto: privat
Autorin Karin Koch

- Steckbrief Karin Koch

Am liebsten hätte sie Willi Wiberg selbst erfunden, weil er auf alles seine ganz eigene Antwort hat.


Wie heißen Sie, wo wohnen Sie, wie viele Kinder haben Sie?
Mein Name ist Karin Koch, ich habe einen Sohn, der schon fast erwachsen ist (zumindest meint er das) und lebe in einem kleinen Dorf im Kraichgau zwischen Karlsruhe und Heilbronn.


Warum schreiben Sie Bücher für Kinder/Jugendliche?
Also da sind einfach diese Geschichten in meinem Kopf, die erzählt werden wollen und die schreibe ich dann auf und wenn ich sie mir durchlese, sind sie wohl für Kinder aber manchmal denke ich, dass sie bestimmt auch für Erwachsene sein könnten...


Welches Ihrer eigenen Bücher gefällt Ihnen am Besten und warum?
(Welches Ihrer eigenen Bücher gefällt Ihnen am wenigsten und warum?)
Am liebsten mag ich Emil wird sieben. Irgendwie ist mir Emil so pfiffig gelungen, er erinnert mich an meinen Sohn, als er klein war. Wenn ich das Buch lese, fallen mir so viele Erlebnisse aus dieser Zeit ein.
Ich könnte nicht sagen, dass es ein Buch gibt, das mir nicht so gut gefällt.
Sie haben alle ihre eigene Botschaft und ihren eigenen Reiz. Aber ich würde sehr gerne noch viel mehr darüber wissen, wie die Bücher bei den Kindern ankommen, die sie lesen.


Welches Kinderbuch eines anderen Autoren gefällt Ihnen gut und warum?
Oh, natürlich liebe ich alle Bücher von Astrid Lindgren! Sie schreibt so klug und so hintergründig witzig und alle ihre Figuren sind zeitlos, ihre Geschichten werden auch noch in fünfzig Jahren gelesen werden! Zumindest von mir, falls ich hundert Jahre alt werde.


Welche Kinderbuchfigur hätten Sie am liebsten selber erfunden und warum?
Am liebsten hätte ich Willi Wiberg erfunden. Dieser Junge macht mir unheimlich Spaß und es hätte mir sicher sehr gut gefallen, seine kleinen, alltäglichen Abenteuer zu schreiben. Willi weiß auf alles seine ganz eigene Antwort, seine Welt ist einfach und komisch und voll mit Wahrheiten, die auch Erwachsene kennen sollten!


Was machen Sie, wenn Ihnen nichts mehr einfällt zu schreiben?
Dann lese ich.
Am liebsten Anne Tyler oder Annette Pehnt oder John Irving oder Wilhelm Genazino oder die taz oder die Gala oder den Blog meines Sohnes, der grad in Afrika ist.


Was ist Ihr Lieblingsessen?
Mit Hirse und Schafskäse gefüllte Paprika.
Oder Pizza aus meinem eigenen Steinofen mit Freunden auf der Terrasse.
Oder Kirschplotzer, denn kennen bestimmt nur die Leute, die hier im Kraichgau leben, oder? (Wer das Rezept haben möchte, kann mir gerne schreiben!)


Welche Musik hören Sie am liebsten?
Puh, das ist sehr verschieden. Im Moment höre ich gerne Bob Dylan und The National und Ingrid Michaelson und Califone und The Eels und und und und und.


Was würden Sie verbieten, wenn Sie es könnten?
Essen, in dem Farbstoffe, Zucker und Aromen die natürlichen Zutaten und den natürlichen Geschmack ersetzen. Ich glaube, dass es deshalb so viele übergewichtige Menschen gibt, weil diese immer nach dem richtig echten Geschmack suchen. Und sie können ihn einfach nicht mehr zwischen all den künstlichen Zutaten finden, und deshalb müssen sie immer mehr essen.


Wenn Sie einen Wunsch frei hätten – was würden Sie sich wünschen?
Dass alle Menschen auf der Welt in Frieden und Würde leben können, dass sie kreativ und eigensinnig sein dürfen, dass alle jeden Tag von Herzen lachen können.


(Sachdienliche Hinweise zum Steckbrief nahm Tina Henneberg vom rbb-Familienprogramm entgegen.)