
- Steckbrief Uwe-Michael Gutschhahn
Wie heißen Sie, wo wohnen Sie, wie viele Kinder haben Sie?
Ich heiße Uwe-Michael Gutzschhahn, der Name schreibt sich schwierig, mit „z“ und drei „h“, aber die Bedeutung des Namens ist so einfach, wie er sich spricht: Das Wort meint „kutsch-an“, ist sächsisch und bedeutet so viel wie Pferd an Wagen bringen. Wenn man „kutsch-an“ vorn mit „g“ spricht, ist das genau die Aussprache meines Namens.
Ich wohne seit 16 Jahren mit meiner Frau in München, Kinder haben wir nicht.
Aus welcher Sprache übersetzen Sie Bücher ins Deutsche?
Ich habe auf der Schule nur zwei Sprachen gelernt, Deutsch und Englisch. Das waren meine zwei Lieblingsfächer. Und so übersetze ich Bücher eigentlich immer aus dem Englischen ins Deutsche.
Welche Bücher übersetzen Sie: Die, die Ihnen selbst gut gefallen oder jene, die ein Verlag Ihnen vorschlägt?
Der Vorschlag für ein Buch, das ich übersetzen soll, kommt immer vom Verlag.
Und dann lese ich das Buch und finde es gut oder nicht so gut und entscheide entsprechend, ob ich es übersetzen will und kann.
Manchmal finde ich einfach keinen Zugang zu einer Geschichte, zu seiner Sprache, oder mich interessiert das Geschehen in der Geschichte nicht, dann lehne ich ab. Und manchmal muss ich schweren Herzens ablehnen, weil ich schon zu viele Aufträge habe.
Wie arbeiten Sie: Erst das Buch lesen und dann übersetzen oder einfach gleich übersetzen?
Ein erstes Mal lese ich das Buch also, um zu schauen, ob es zu mir passt.
Wenn ich dann irgendwann mit der Arbeit des Übersetzens beginne, lese ich es noch mal gründlich, mache mir oft Notizen, und erst danach fange ich mit dem wirklichen Übersetzen an. Das ist besser so, weil ich dann schon weiß, worauf ich beim Übersetzen achten muss.
Was müssen Sie beachten, wenn Sie ein Buch übersetzen?
Das Wichtigste ist, den Ton des Buches ins Deutsche hinüberzubringen. Jedes Buch hat seinen eigenen Erzählcharakter, seine eigene Melodie, seinen eigenen Rhythmus. Ich muss mich also in den Ton des Romans hineinschreiben. Das geht bei manchen Autoren, die mir besonders liegen, schnell und ich finde den Übersetzungston bereits nach den allerersten Seiten – zum Beispiel bei allen Büchern von Kevin Brooks.
Bei anderen Büchern dauert es länger. Sie werden, was man im Englischen „clumsy“ nennt. Weil das Deutsche vieles nicht so einfach sagen kann, baut man dann komische komplizierte, schachtelige Sätze, die keinen Klang haben. Aber die dürfen natürlich nicht so stehen bleiben.
Manche Bücher widersetzen sich lange, andere gar nicht. Für beide Arten von Büchern muss ich aber eine Lösung finden. Und hinzu kommt oft, dass ich recherchieren muss, weil ich mich mit den beschriebenen Vögeln oder mit der beschriebenen Computer-Hacker-Welt nicht auskenne.
Welche Autoren übersetzen Sie besonders gerne und welche nicht so gerne und warum?
Alle Autoren, die ich übersetze, übersetze ich gern. Ich habe mich ja für sie entschieden.
Es gibt schwierige und weniger schwierige (s. o.) und es gibt einige, die mir ganz besonders liegen, zum Beispiel Kevin Brooks, von dem ich gerade den zwölften Roman übersetze.
Besonders schwierig war die Übersetzung des Romans „Zogramazoo“ von Robert Paul Weston, die im Herbst erscheint. Das Buch ist komplett gereimt – eine 280 Seiten lange Ballade. Im Deutschen alles neu zu reimen, ist schwer, aber ich habe es geschafft. Und es war eine wunderbare Herausforderung und ein großartiges Gefühl, es hinzubekommen.
Was ist Ihr Lieblingsessen?
Saltimbocca – ganz dünn geschnittenes Kalbfleisch mit Schinken und Salbeiblättern in einer Weißweinsoße.
Welche Musik hören Sie am liebsten?
Meine Lieblingssängerin ist eine Amerikanerin – Beth Hart, die wunderbare Rock-Balladen schreibt. Aber ich höre auch sehr gern klassische Musik, zum Beispiel die Cellistin Sol Gabetta oder den ungarischen Pianisten András Schiff.
Was würden Sie verbieten, wenn Sie es könnten?
Ich bin überhaupt nicht für Verbote. Aber ich wünschte, dass es keine Gewalt zwischen Menschen gäbe, dass wir mehr Achtung vor einander hätten. Und dass nicht bestimmte Menschen (und Firmen) glauben, sich auf Kosten anderer bereichern zu können.
Wenn Sie einen Wunsch frei hätten – was würden Sie sich wünschen?
Ich würde gern Shakespeare kennen lernen und so die Frage klären können, wer er wirklich war.
(Sachdienliche Hinweise zum Steckbrief nahm Tina Henneberg vom rbb-Familienprogramm entgegen.)
Ich heiße Uwe-Michael Gutzschhahn, der Name schreibt sich schwierig, mit „z“ und drei „h“, aber die Bedeutung des Namens ist so einfach, wie er sich spricht: Das Wort meint „kutsch-an“, ist sächsisch und bedeutet so viel wie Pferd an Wagen bringen. Wenn man „kutsch-an“ vorn mit „g“ spricht, ist das genau die Aussprache meines Namens.
Ich wohne seit 16 Jahren mit meiner Frau in München, Kinder haben wir nicht.
Aus welcher Sprache übersetzen Sie Bücher ins Deutsche?
Ich habe auf der Schule nur zwei Sprachen gelernt, Deutsch und Englisch. Das waren meine zwei Lieblingsfächer. Und so übersetze ich Bücher eigentlich immer aus dem Englischen ins Deutsche.
Welche Bücher übersetzen Sie: Die, die Ihnen selbst gut gefallen oder jene, die ein Verlag Ihnen vorschlägt?
Der Vorschlag für ein Buch, das ich übersetzen soll, kommt immer vom Verlag.
Und dann lese ich das Buch und finde es gut oder nicht so gut und entscheide entsprechend, ob ich es übersetzen will und kann.
Manchmal finde ich einfach keinen Zugang zu einer Geschichte, zu seiner Sprache, oder mich interessiert das Geschehen in der Geschichte nicht, dann lehne ich ab. Und manchmal muss ich schweren Herzens ablehnen, weil ich schon zu viele Aufträge habe.
Wie arbeiten Sie: Erst das Buch lesen und dann übersetzen oder einfach gleich übersetzen?
Ein erstes Mal lese ich das Buch also, um zu schauen, ob es zu mir passt.
Wenn ich dann irgendwann mit der Arbeit des Übersetzens beginne, lese ich es noch mal gründlich, mache mir oft Notizen, und erst danach fange ich mit dem wirklichen Übersetzen an. Das ist besser so, weil ich dann schon weiß, worauf ich beim Übersetzen achten muss.
Was müssen Sie beachten, wenn Sie ein Buch übersetzen?
Das Wichtigste ist, den Ton des Buches ins Deutsche hinüberzubringen. Jedes Buch hat seinen eigenen Erzählcharakter, seine eigene Melodie, seinen eigenen Rhythmus. Ich muss mich also in den Ton des Romans hineinschreiben. Das geht bei manchen Autoren, die mir besonders liegen, schnell und ich finde den Übersetzungston bereits nach den allerersten Seiten – zum Beispiel bei allen Büchern von Kevin Brooks.
Bei anderen Büchern dauert es länger. Sie werden, was man im Englischen „clumsy“ nennt. Weil das Deutsche vieles nicht so einfach sagen kann, baut man dann komische komplizierte, schachtelige Sätze, die keinen Klang haben. Aber die dürfen natürlich nicht so stehen bleiben.
Manche Bücher widersetzen sich lange, andere gar nicht. Für beide Arten von Büchern muss ich aber eine Lösung finden. Und hinzu kommt oft, dass ich recherchieren muss, weil ich mich mit den beschriebenen Vögeln oder mit der beschriebenen Computer-Hacker-Welt nicht auskenne.
Welche Autoren übersetzen Sie besonders gerne und welche nicht so gerne und warum?
Alle Autoren, die ich übersetze, übersetze ich gern. Ich habe mich ja für sie entschieden.
Es gibt schwierige und weniger schwierige (s. o.) und es gibt einige, die mir ganz besonders liegen, zum Beispiel Kevin Brooks, von dem ich gerade den zwölften Roman übersetze.
Besonders schwierig war die Übersetzung des Romans „Zogramazoo“ von Robert Paul Weston, die im Herbst erscheint. Das Buch ist komplett gereimt – eine 280 Seiten lange Ballade. Im Deutschen alles neu zu reimen, ist schwer, aber ich habe es geschafft. Und es war eine wunderbare Herausforderung und ein großartiges Gefühl, es hinzubekommen.
Was ist Ihr Lieblingsessen?
Saltimbocca – ganz dünn geschnittenes Kalbfleisch mit Schinken und Salbeiblättern in einer Weißweinsoße.
Welche Musik hören Sie am liebsten?
Meine Lieblingssängerin ist eine Amerikanerin – Beth Hart, die wunderbare Rock-Balladen schreibt. Aber ich höre auch sehr gern klassische Musik, zum Beispiel die Cellistin Sol Gabetta oder den ungarischen Pianisten András Schiff.
Was würden Sie verbieten, wenn Sie es könnten?
Ich bin überhaupt nicht für Verbote. Aber ich wünschte, dass es keine Gewalt zwischen Menschen gäbe, dass wir mehr Achtung vor einander hätten. Und dass nicht bestimmte Menschen (und Firmen) glauben, sich auf Kosten anderer bereichern zu können.
Wenn Sie einen Wunsch frei hätten – was würden Sie sich wünschen?
Ich würde gern Shakespeare kennen lernen und so die Frage klären können, wer er wirklich war.
(Sachdienliche Hinweise zum Steckbrief nahm Tina Henneberg vom rbb-Familienprogramm entgegen.)

