Illustrator André Rösler, Quelle: privat
Illustrator André Rösler

- Steckbrief André Rösler


Wie heißen Sie, wo wohnen Sie, wie viele Kinder haben Sie?
Mein Name ist André Rösler, ich wohne in Karlsruhe und habe eine Tochter.

Illustration kommt vom lateinischen „illustrare“ und bedeutet soviel wie erleuchten, erklären, preisen. Was soll erleuchtet und erklärt werden, ein unverständlicher Text vielleicht?
An Dingen die erklärt werden wollen mangelt es uns nicht. Einer der erleuchtet und gepriesen werden will findet sich auch immer.
Heute will die Illustration aber noch viel mehr, sie will geliebt werden, verwirren, beschmutzen, zerstören, beleben, umgarnen, betören, verzaubern und und und...

Welche Bücher illustrieren Sie am liebsten: Die, in denen alles ganz genau beschrieben wird oder jene, in denen Figuren, Orte und Geschehnisse nur angedeutet werden?
Ich bevorzuge Texte die Raum für Bilder lassen. Wenn ein Text komplett in sich geschlossen ist, fällt es mir schwer Bilder zu finden.
Prinzipiell illustriere ich lieber symbolisch und offen und weniger gerne szenisch narrativ. Ein gut illustrierter Text lebt aber meist von der Mischung.

Bei Illustratoren ist häufig die Rede vom „eigenen Strich“. Was bedeutet das?
Das bedeutet, dass wir Illustratoren alle größenwahnsinnig sind und in die Geschichte oder zumindest in die Kunstgeschichte eingehen wollen.

Wie arbeiten Sie: Mit Pinsel und Farben oder mit dem Computer?
Sowohl als auch. Die Arbeitsprozesse im Anlogen und im Digitalen haben ihre jeweils eigenen Gesetze. Ich finde es spannend die Welten zu mischen und herauszufinden, wann mir welche Technik am besten dient.

Was passiert, wenn dem Buchautor Ihre Zeichnungen nicht gefallen?
Dann bin ich stinksauer, beleidigt, tief getroffen und verletzt!
Ich tobe, verfluche ihn und greife zum Telefon. Wir verabreden uns auf einen Kaffee, und essen Kekse. Dann finden wir eine Lösung und haben uns wieder lieb. Ist aber noch nicht passiert.

Was ist Ihr Lieblingsessen?
Liebevoll zubereitetes Essen.

Welche Musik hören Sie am liebsten?
Das kommt sehr auf den Moment an. Momentan höre ich gerne Fink, T-Bone Burnett, The xx , The head and the heart, Calexico...

Was würden Sie verbieten, wenn Sie es könnten?
Laubbläser und ungerechtfertigten Pathos.

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten – was würden Sie sich wünschen?
Ich glaube da kommen mir meine Verbote in die Quere... (nein, ich wünsche mir keinen Laubbläser!)


(Sachdienliche Hinweise zum Steckbrief nahm Tina Henneberg vom rbb-Familienprogramm entgegen.)