
- Steckbrief Yannik Lüdemann
Wie heißen Sie, wo wohnen Sie, wie viele Kinder haben Sie?
Ich heiße Yannik Lüdemann, lebe in Hamburg und habe keine Kinder.
Illustration kommt vom lateinischen „illustrare“ und bedeutet soviel wie erleuchten, erklären, preisen. Was soll erleuchtet und erklärt werden, ein unverständlicher Text vielleicht?
Ein unverständlicher Text kann durch Bilder vielleicht ergänzt, aber nicht gerettet werden.
Ich finde die Bedeutung des Wortes dennoch passend zum Beruf des „Bilderschöpfers“, welcher viel mit dem Vorgang des Sehens und somit auch mit Licht zu tun hat.
Ein Illustrator vermittelt oder „erklärt“ Inhalte mithilfe von Bildern. Im Unterschied zur Photographie sind seine Zeichnungen aber nicht abbildend, sondern höchst abstrakt. Dass sie dennoch von fremden Augen entschlüsselt werden können weist auf erstaunliche Fähigkeiten des menschlichen Gehirns hin. Ich würde sagen, dass der Illustrator diese Fähigkeiten mit seiner Arbeit „preist“.
Welche Bücher illustrieren Sie am liebsten: Die, in denen alles ganz genau beschrieben wird oder jene, in denen Figuren, Orte und Geschehnisse nur angedeutet werden?
Ich mag Andeutungen, ob in einem Text oder in einem Bild.
In jedem Fall geht im Kopf des Betrachters ein Vorgang los, den der Künstler nicht mehr steuern kann und der eine lebendige Rezeption des Werks ermöglicht. Wie ich in der vorausgegangenen Frage beschrieb, kann man die Zeichnung „an sich“ als eine einzige, große Andeutung verstehen. Ich denke es ist gut, zumindest als Illustrator oder Comiczeichner, ein Gleichgewicht zwischen ausformulierten und angedeuteten Bildinformationen anzustreben.
Bei Illustratoren ist häufig die Rede vom „eigenen Strich“. Was bedeutet das?
Das ist eine interessante Frage, die schwerer zu beantworten ist als ich anfangs dachte.
Einerseits liegt einem „eigenen Strich“ oder Stil die Idee von Einheitlichkeit zugrunde, andererseits scheint ein prägnanter Stil erst durch das „Ausbrechen“ aus einer durch Sehgewohnheiten geprägten Erwartung zu entstehen. Dieser scheinbare Widerspruch beruht in meinen Augen auf den unterschiedlichen Perspektiven, von denen her einerseits der Betrachter, andererseits der Künstler Zeichnungen betrachtet.
Aus meiner Perspektive als Illustrator gibt es nicht so etwas wie den „eigenen Strich“, da alles, was meine Hand zeichnet, von mir ist.
Jeder Zeichner hat allerdings eigene Methoden, Tricks und „Systeme“, um eine Welt auf dem Papier schlüssig darzustellen. Die Wiederholung dieser Entscheidungen kann von außen den Eindruck eines individuellen Strichs erzeugen.
Diese Definition eines Strichs sollte meiner Meinung nach aber nicht einen Künstler daran hindern, weiter nach neuen „Systemen“ zu suchen.
Wie arbeiten Sie: Mit Pinsel und Farben oder mit dem Computer?
Bislang arbeite ich nur mit dem Computer um kleine Korrekturen durchzuführen.
Ich zeichne auf dem Papier eine Skizze und übertrage sie dann in eine Reinzeichnung. Ich entdecke aber langsam die Möglichkeiten des „digitalen Zeichnens“ und lege demgegenüber auch Berührungsängste ab.
Was passiert, wenn dem Buchautor Ihre Zeichnungen nicht gefallen?
Wenn ich ein Bild zeichne, lege ich das ganze Können und Feingefühl hinein, zu welchem ich in diesem Moment in der Lage bin. Wenn das nicht reicht, muss ich es zu einem anderen Moment noch einmal probieren.
Oder ich bin die falsche Wahl für diesen speziellen Auftrag.
Was ist Ihr Lieblingsessen?
Ein Gericht, welches mir immer wieder schmeckt ist „Hachis Parmentier“ (Französische Spezialität aus Kartoffeln und Hackfleisch).
Welche Musik hören Sie am liebsten?
Ich höre viele, unterschiedliche Musikrichtungen.
Beim Zeichnen bevorzuge ich Musik ohne Gesang, die es mir erlaubt mich auf entspannte Art und Weise zu konzentrieren, z. B. Filmmusik von Michael Nyman, Brian Eno, Rene Aubry, Arvo Pärt ...
Was würden Sie verbieten, wenn Sie es könnten?
Bill O’Reilly.
Wenn Sie einen Wunsch frei hätten – was würden Sie sich wünschen?
So wie ich mich kenne, würde ich den Wunsch irgendwo in einem Einmachglas aufbewahren, bis mir die richtige Anwendungsmöglichkeit einfällt.
Spontan würde ich sagen: Einfach vom Boden abspringen und ne Runde um den Block fliegen!
(Sachdienliche Hinweise zum Steckbrief nahm Tina Henneberg vom rbb-Familienprogramm entgegen.)
Ich heiße Yannik Lüdemann, lebe in Hamburg und habe keine Kinder.
Illustration kommt vom lateinischen „illustrare“ und bedeutet soviel wie erleuchten, erklären, preisen. Was soll erleuchtet und erklärt werden, ein unverständlicher Text vielleicht?
Ein unverständlicher Text kann durch Bilder vielleicht ergänzt, aber nicht gerettet werden.
Ich finde die Bedeutung des Wortes dennoch passend zum Beruf des „Bilderschöpfers“, welcher viel mit dem Vorgang des Sehens und somit auch mit Licht zu tun hat.
Ein Illustrator vermittelt oder „erklärt“ Inhalte mithilfe von Bildern. Im Unterschied zur Photographie sind seine Zeichnungen aber nicht abbildend, sondern höchst abstrakt. Dass sie dennoch von fremden Augen entschlüsselt werden können weist auf erstaunliche Fähigkeiten des menschlichen Gehirns hin. Ich würde sagen, dass der Illustrator diese Fähigkeiten mit seiner Arbeit „preist“.
Welche Bücher illustrieren Sie am liebsten: Die, in denen alles ganz genau beschrieben wird oder jene, in denen Figuren, Orte und Geschehnisse nur angedeutet werden?
Ich mag Andeutungen, ob in einem Text oder in einem Bild.
In jedem Fall geht im Kopf des Betrachters ein Vorgang los, den der Künstler nicht mehr steuern kann und der eine lebendige Rezeption des Werks ermöglicht. Wie ich in der vorausgegangenen Frage beschrieb, kann man die Zeichnung „an sich“ als eine einzige, große Andeutung verstehen. Ich denke es ist gut, zumindest als Illustrator oder Comiczeichner, ein Gleichgewicht zwischen ausformulierten und angedeuteten Bildinformationen anzustreben.
Bei Illustratoren ist häufig die Rede vom „eigenen Strich“. Was bedeutet das?
Das ist eine interessante Frage, die schwerer zu beantworten ist als ich anfangs dachte.
Einerseits liegt einem „eigenen Strich“ oder Stil die Idee von Einheitlichkeit zugrunde, andererseits scheint ein prägnanter Stil erst durch das „Ausbrechen“ aus einer durch Sehgewohnheiten geprägten Erwartung zu entstehen. Dieser scheinbare Widerspruch beruht in meinen Augen auf den unterschiedlichen Perspektiven, von denen her einerseits der Betrachter, andererseits der Künstler Zeichnungen betrachtet.
Aus meiner Perspektive als Illustrator gibt es nicht so etwas wie den „eigenen Strich“, da alles, was meine Hand zeichnet, von mir ist.
Jeder Zeichner hat allerdings eigene Methoden, Tricks und „Systeme“, um eine Welt auf dem Papier schlüssig darzustellen. Die Wiederholung dieser Entscheidungen kann von außen den Eindruck eines individuellen Strichs erzeugen.
Diese Definition eines Strichs sollte meiner Meinung nach aber nicht einen Künstler daran hindern, weiter nach neuen „Systemen“ zu suchen.
Wie arbeiten Sie: Mit Pinsel und Farben oder mit dem Computer?
Bislang arbeite ich nur mit dem Computer um kleine Korrekturen durchzuführen.
Ich zeichne auf dem Papier eine Skizze und übertrage sie dann in eine Reinzeichnung. Ich entdecke aber langsam die Möglichkeiten des „digitalen Zeichnens“ und lege demgegenüber auch Berührungsängste ab.
Was passiert, wenn dem Buchautor Ihre Zeichnungen nicht gefallen?
Wenn ich ein Bild zeichne, lege ich das ganze Können und Feingefühl hinein, zu welchem ich in diesem Moment in der Lage bin. Wenn das nicht reicht, muss ich es zu einem anderen Moment noch einmal probieren.
Oder ich bin die falsche Wahl für diesen speziellen Auftrag.
Was ist Ihr Lieblingsessen?
Ein Gericht, welches mir immer wieder schmeckt ist „Hachis Parmentier“ (Französische Spezialität aus Kartoffeln und Hackfleisch).
Welche Musik hören Sie am liebsten?
Ich höre viele, unterschiedliche Musikrichtungen.
Beim Zeichnen bevorzuge ich Musik ohne Gesang, die es mir erlaubt mich auf entspannte Art und Weise zu konzentrieren, z. B. Filmmusik von Michael Nyman, Brian Eno, Rene Aubry, Arvo Pärt ...
Was würden Sie verbieten, wenn Sie es könnten?
Bill O’Reilly.
Wenn Sie einen Wunsch frei hätten – was würden Sie sich wünschen?
So wie ich mich kenne, würde ich den Wunsch irgendwo in einem Einmachglas aufbewahren, bis mir die richtige Anwendungsmöglichkeit einfällt.
Spontan würde ich sagen: Einfach vom Boden abspringen und ne Runde um den Block fliegen!
(Sachdienliche Hinweise zum Steckbrief nahm Tina Henneberg vom rbb-Familienprogramm entgegen.)

