Das Projekt; Foto: Tina Henneberg / rbb
Das Projekt

- Projekt der Goethekids und Goethe-Grundschule Potsdam-Babelsberg

„Vom Papier zum Buch“ – kann man das alles selber machen? Im Hort Goethekids und in der Goethe-Grundschule in Babelsberg wird das ausprobiert.

Wie wird eigentlich Papier hergestellt, auf dem Bücher gedruckt werden? Kann man das vielleicht auch selber machen? Und die Bilder – kann man die auch drucken, eins so schön wie das andere?

Ein ganz tolles Projekt haben sich die Horterzieher und Lehrer des Horts Goethekids und der Goethe-Grundschule in Potsdam-Babelsberg ausgedacht. Sie wollen wissen und ausprobieren, ob das geht: Vom Papier bis zum Buch alles selbst zu machen!

Zwei Wochen arbeiten Hort und Schule eng zusammen. Auch Eltern und Fachleute helfen mit, zum Beispiel der Offene Kunstverein e.V. des Landes Brandenburg.

Und so wird munter probiert und produziert,  Papier geschöpft zum Beispiel. Eine schöne Manscherei, die Spaß macht und beeindruckende Ergebnisse hervorbringt: Festes, schönes Papier, mit Blütenblättern und Konfetti drin.

Der Buchdeckel soll auch selbst bedruckt werden. Drei verschiedene Druckverfahren stehen zur Auswahl: Tiefdruck, Monotypie und Linolschnitt.

Florian, Leon und Max aus der 2a haben sich den Tiefdruck ausgesucht – weil Max das so wollte. (Die drei sind beste Freunde!) Nun ritzen die Jungs schöne Großbuchstaben und Bilder in kleine Plexiglasplatten, und zwar spiegelverkehrt. Anschließend werden die Ritze mit Druckerschwärze vollgetupft. Ein bisschen dreckig wird man trotz der Gummihandschuhe – macht nichts! Nun kommt die Platte in die kleine Druckerpresse, ein feuchtes Blatt Papier drauf, das saugt die Farbe richtig schön aus den feinen Ritzen heraus. Für den nötigen Druck sorgt die Presse. Und fertig ist das selbst hergestellte Bild!

Nebenan wird das Verfahren Monotypie ausprobiert. „Ein einziges Bild“ entsteht hier nur, man kann nicht beliebig viele Abbildungen herstellen. Spaß macht es aber auch und Cheyenne aus der 1. Klasse nennt ihr Werk „Ein Kamel“.

Und im dritten Raum sind die Linolschnitte schon alle fertig. Hier wird inzwischen zu lauter Musik schon voll abgetanzt!

Alle fertigen Werke müssen trocknen und warten dann auf die weitere Verwendung.

Wir schauen in den nächsten Tagen nochmal bei den Goethe-Kids vorbei, wenn die Buchkünstler Besuch von einer Grafikdesignerin und zwei Autorinnen bekommen. Ihr dürft euch also auf einen weiteren Bericht und schöne Bilder freuen.

Querberichtet von der Buchdruckerei der Goethe-Kids hat Tina Henneberg vom rbb-Familienprogramm.