Anke Sperl vor dem Bücherschrank, Quelle: rbb

- Redakteurin Anke Sperl

Sie ist von Anfang an dabei und gewissermaßen die Erfinderin von "quergelesen".


Anke Sperl ist Redakteurin beim rbb und sitzt in einem Büro in Potsdam-Babelsberg – wenn sie nicht gerade unterwegs ist für eine Sendung.

Ende 2003 entstand die Idee, eine Sendung zu Kinderbüchern zu produzieren. Das war die Geburtsstunde von „quergelesen“. Von Anfang an dabei, die Produktionsfirma fischer tv und film. Die Premiere der Sendung lief am 04.04.2004 um 20.05 Uhr im KI.KA. Moderiert wurde die Sendung bis Februar 2007 von Josephine Preuß. Ihr Nachfolger ist bis heute Marc Langebeck.

Anke Sperl am Schreibtisch, Quelle: rbb

Ankes Arbeit

Anke weiß am Anfang eines Jahres: Zwölf Sendungen sollen neu produziert werden, zehn Studiosendungen und zwei Sommersendungen im Freien.
Ein viertel Jahr vorher wird über die einzelnen Sendungen geredet, ca. 6-8 Wochen vorher stehen die Bücher fest. Apropos Bücher, sie spielen natürlich die Hauptrolle. Jährlich gibt es ungefähr 8000 Neuerscheinungen im Bereich Kinder- und Jugendbuch – zwischen 1000 und 1500 davon landen in der „quergelesen“-Redaktion. Außer Anke gibt es noch mehr Menschen, die dauernd lesen: in der Produktionsfirma fischer tv + film wird gelesen, professionelle Lektoren lesen und auch Hinweise von Kindern werden immer gerne aufgegriffen.
So wird der anfangs große Bücherstapel immer kleiner und am Ende bleiben zwischen fünf und sieben Bücher pro Sendung übrig. Das sind im Jahr ungefähr 75 Buchempfehlungen. Die Bücher, die es nicht in die Sendung schaffen, gehen nicht verloren, sondern werden auf www.quergelesen.de vorgestellt oder finden sich in der neuen Rubrik „quergelesen und aussortiert“ wieder.
Helmut Fischer (der auch noch Kameramann ist und an dieser Stelle auch bald vorgestellt wird) schreibt ca. zehn Tage vor dem Dreh ein Manuskript. Das liest dann Anke und bespricht mit ihm und Regisseurin Sabine Fischer eventuelle Änderungen und Umsetzungsideen. Kurz vor der Produktion gibt es eine Manuskriptabnahme.

Bei der Aufzeichnung ist Anke nur selten dabei. Die gibt sie in die bewährten Hände der Regisseurin Sabine Fischer. In der Firma „fischer tv und film“ wird das gedrehte Material gesichtet, geschnitten und Anke kommt dann zur Rohschnittabnahme. Nun sieht sie zum ersten Mal die Umsetzungen der Buchtipps und Marcs Moderationen. Bei der Rohschnittabnahme gibt es neben der Bild- auch eine genaue Textbesprechung, denn als nächstes folgt die Tonmischung. Dabei werden die Unter-Bild-Texte eingesprochen, die Strichmännchen bekommen ihre Stimmchen, Musik kommt dazu.

Jetzt erfolgt die Endabnahme. Anke sieht sich die fertige Sendung an und kontrolliert noch einmal alles: Bild, Ton, Text, Einblendungen und Länge. Erst dann wird die Sendung als Kassette an den Ki.KA zur Ausstrahlung geschickt.
Ist alles in Ordnung schreibt Anke ein „Abnahmeprotokoll“. Damit bekommt die fischer-Firma ihr Geld, denn sie haben vom rbb den Auftrag erhalten, die Sendung zu produzieren und dafür werden sie natürlich bezahlt.
Anke Sperl am Computer, Quelle: rbb

Zwischendurch

Zwischendurch arbeitet Anke Sperl für die Internetseite www.quergelesen.de, meldet sich regelmäßig auf der facebook-Seite von quergelesen und spricht viel mit Autoren und Verlagen.

Das ist aber noch nicht alles. Anke Sperl betreut als Redakteurin weitere Sendungen des rbb: Märchenrätsel, Dokumentationen, Tiersendungen, Spielfilme für Familien und die Zulieferungen des rbb zur ARD-Märchenreihe „Sechs auf einen Streich“.
Außerdem trifft man sie auf Buchmessen, im ARD-Hauptstadtstudio und natürlich zum Vorlesetag. Hier ist ein direkter Austausch mit Kindern möglich, was ihr besonders gefällt, denn schließlich sind sie das Publikum „ihrer“ Sendung. Deshalb ist auch ein „querleser“ in jeder Sendung, also ein echtes Kind mit seinem Buch und seiner Meinung.

Ganz aktuell steckt sie auch noch in einem EU-geförderten Forschungsprojekt namens „3D Vivant“, bei dem „quergelesen“ in 3D erforscht wird.

Bleibt nur noch die Frage: Wer hat eigentlich das Motto von „quergelesen“ erfunden, unseren berühmten letzten Satz: „Lest schön!“
Die Antwort findet ihr hier auf unserer Seite, also: Lest schön weiter!


Quergefragt bei der quergelesen-Redakteurin hat Tina Henneberg vom rbb-Familienprogramm.