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verschiedene Nüsse; Quelle: rbb

Mi 25.11.09 20:15

Nüsse – Mythen und Wahrheiten

Nüsse gelten als Alleskönner in Sachen Gesundheit, aber sie sollen auch dick machen. Was steckt tatsächlich hinter der harten Schale? QUIVIVE-Experte Franz Fit hat sich wieder einmal aufgemacht, um Mythen aufzudecken – diesmal rund ums Thema Nüsse.

Botanisch gesehen zählen Nüsse zum Schalenobst. Und auch sonst haben sie in Sachen Gesundheit einiges zu bieten, auch wenn sich deren Inhaltsstoffe erheblich von denen anderer Obstsorten unterscheiden.

Liefern Nüsse viele Nährstoffe?

Nüsse enthalten nur wenig Wasser, dafür aber reichlich Fette, Eiweiß, Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Besonders wertvoll sind sie an hochwertigen einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Darüber hinaus enthalten Nüsse Mineralstoffe und Vitamine – allen voran Vitamine aus der B-Gruppe und Vitamin E – sowie Kalium, Natrium, Magnesium und Phosphor, Folsäure.

Machen Nüsse dick?

Nüsse sollte man in kleinen Mengen genießen, sonst geht das auf die Hüften. Wer regelmäßig große Mengen isst, riskiert Übergewicht. Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass die meisten Menschen ab einer bestimmten Menge von sich aus aufhören. Die Gefahr, sich an Nüssen zu „überessen“ und somit dick zu werden, ist relativ gering.

Lösen Nüsse Allergien aus?

Mann isst  Walnuss (Quelle: rbb)

Für manche Menschen ist bei den Nüssen besondere Vorsicht geboten 

Nüsse können tatsächlich Allergien auslösen. Vor allem Birkenpollenallergiker reagieren aufgrund von Kreuzallergien auf Haselnüsse mit Halskratzen, Juckreiz am ganzen Körper bis hin zur Atemnot. Ähnliche Wirkungen können auch Walnüsse, Paranüsse, Mandeln, Erdnüsse und Cashewnüsse hervorrufen.
Auch mit der Allergie auf Erdnüsse ist nicht zu spaßen: Wer weiß, dass er empfindlich ist, sollte das Knabberzeug meiden. Bereits kleinste Mengen lösen allergische Reaktionen aus.
Schwierig wird es, wenn man Fertigprodukte isst, die oft Nussbeimischungen enthalten. Das können Schokolade und andere Süß- und Backwaren, Fleisch- und Wurstwaren, Fertigsuppen und –soßen sein. Für Nussallergiker gilt: Beachten Sie genau das Zutatenverzeichnis und verzichten Sie im Zweifelsfall auf Produkte, bei denen die Zusammensetzung "undurchsichtig" erscheint.

Beinhalten Nüsse giftige Schimmelpilze?

Stiftung Warentest hat das im Oktober 2009 geprüft und kommt zu folgendem Ergebnis: Dank strenger Kontrollen an den europäischen Grenzen enthalten die importierten Nüsse so gut wie keine Schimmelpilze. Dennoch sollte man immer einen Blick auf die Knabbernüsse werfen, bevor man sie vernascht. Denn auch in einheimischen Nüssen kann sich mal ein vergammeltes Exemplar einschleichen, das man besser nicht hinunterschluckt. Denn das darin enthaltene Aflatoxin gilt als krebserregend.

Verstopfen ölhaltige Nüsse die Gefäße?

Im Gegenteil. Heute ist bekannt, dass sie in Maßen verzehrt sogar gut fürs Herz und für die Gefäße sind. Wissenschaftliche Untersuchungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass sich der Verzehr von Nüssen durch die vielfach ungesättigten Fettsäuren günstig auf das Herz-Kreislauf-System und vor allem auf die Blutfettwerte auswirkt. Vor allem Hasel- und Walnüsse putzen die Gefäße. Wer Nüsse isst, senkt seinen Gesamtcholesterin- und LDL-Spiegel im Blut und das Risiko für Arteriosklerose sinkt. Möglicherweise beeinflussen zudem auch Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe, Phytosterine und weitere sekundäre Pflanzenstoffe die Gefäße positiv.

Machen Nüsse schlau?

Walnüsse (Quelle: rbb)

Nüsse enthalten viel ungesättigte Fettsäuren, die die Gefäße im Gehirn schützen 

Walnüsse haben die Form eines Gehirns und galten daher früher als besonders wirksam, um die Denkleistung anzuschieben. Heute weiß man, dass dieser positive Effekt auf alle Nuss-Sorten zutrifft. Denn die ungesättigten Fettsäuren schützen auch die Gefäße im Gehirn. Der hohe Gehalt an B-Vitaminen, Vitamin E, Cholin sowie Lecithin wirkt sich positiv auf Gehirn und Nervensystem aus. Die B-Vitamine unterstützen die Bildung von Botenstoffen im Gehirn, die für die Kommunikation zwischen den Nervenzellen notwenig sind.

Filmbeitrag: Erika Brettschneider
Infotext: Beate Wagner

Stand vom 25.11.2009

Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 25.11.2009 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

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Video 25.11.09

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Nahrungsmittel Nüsse

Experten im Beitrag:

Dr. Gisela Olias

Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIFE)
Arthur-Scheunert-Allee 114-116
14558 Nuthetal
Tel.: 033200 - 88-0
Fax: 033200 - 88-444
Email: presse@dife.de

Stephanie Wandrey

„Philomenis-Nusskerne“
Knesebeckstraße 97
10623 Berlin
Tel. 030 – 318 025 07

© Rundfunk Berlin-Brandenburg

http://www.rbb-online.de/quivive/archiv/quivive_vom_25_11/nuesse___mythen_und.html

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