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Der erste Kompositionswettbewerb „Das neue sorbische Lied“ wurde im April des Jahres 2000 für mittlere Gesangsstimme, Klavier (obligat) und Violine ausgeschrieben. Zur Vertonung standen 10 Gedichte des niedersorbischen Dichters Mato Kosyk zur Auswahl, anlässlich des 60. Todestages des wichtigsten Vertreters der niedersorbischen Literatur.
Eines der Hauptziele war, junge Komponistinnen und Komponisten, die das 35. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, mit der niedersorbischen/wendischen Sprache in Berührung zu bringen und ihnen darüber hinaus den Zugang zur Musikkultur des kleinsten slawischen Volkes zu ermöglichen.
Aus dem Kompositionswettbewerb gingen 16 neue Liedkompositionen hervor, die am 23. September 2000 von einer Fachjury bewertet wurden, ohne die Namen der Wettbewerbsteilnehmer zu kennen.
Außer der Preisvergabe erfolgte unter der Maßgabe der uneingeschränkten Aufführbarkeit eine Auswahl von 11 Liedern, die bei einem Wettbewerbskonzert am 24. November 2000 ihre Uraufführung erlebten. An diesem Abend wurde auch ein Publikumspreis vergeben. Die Interpreten waren: Tanja Donath, Mezzosopran; Ronald Hein, Bariton; Prof. Bert Greiner, Violine und Frank Wasser, Klavier.
Zur Jury gehörten:
- Prof. Dr. Kathinka Rebling aus Berlin; Juryvorsitzende, Musikwissenschaftlerin, Dozentin für Violine an der HfM „Hanns Eisler“ in Berlin, Honorarprofessorin für sorbische Musik an der Fachhochschule Cottbus in der Abteilung „Musikpädagogik“
- Prof. Bronisław Kazimierz Przybylski aus Łódź, Komponist, Professor für Komposition an der Musikakademie Łódź
- Hubert Kross aus St. Blasien; Komponist und Dirigent
- Detlef Kobjela aus Bautzen; sorbischer Komponist, Musikwissenschaftler, Publizist
- Ulrich Pogoda, Cottbus; sorbischer Komponist, Musikredakteur
Die Preisträger:
1. Preis:
Sławomir Zamuszko aus Łódź für die Vertonung des Gedichts „Wšuźi stworby/Überall sind Teile der Schöpfung“
2. Preis:
Peter Helmut Lang aus Weimar für die Vertonung des Gedichts „Pina/Pein“
3. Preis:
Oliver Drechsel aus Monheim am Rhein für die Vertonung des Gedichts „Źiśecy raj/ Kinderparadies“
Alexander Keuk aus Dresden für die Vertonung des Gedichts „Roztyla/Auseinander“
Publikumspreis:
Katrin Lehmann aus Lübbenau für die Vertonung des Gedichts „Wšuźi stworby/Überall sind Teile der Schöpfung“
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