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Wolfgang Thüne war Spitzenturner beim Armeesportklub in Potsdam. Bei den Olympischen Spielen 1972 holte er eine Bronzemedaille. Zu wenig für die DDR-Führung: Sie setzte Wolfgang Thüne unter Druck. Der setzte sich 1975 in den Westen ab.
Mit Unterstützung des westdeutschen Weltmeisters Eberhard Gienger floh er über die Schweiz in die Bundesrepublik.
Die SED hatte ihre ganz eigene Art, Lücken zu schließen, wenn ein Leistungssportler aus der DDR geflohen war. In sämtlichen Unterlagen, Erfolgsbilanzen und Fotos wurde er ausgelöscht. Aber nicht aus den Köpfen der Leute.
Im Potsdamer Landtag haben beide jetzt - fast 40 Jahre später - eine Ausstellung über den Umgang der DDR-Führung mit "Sportverrätern" eröffnet.
Beitrag von Frauke Niemeyer











