Serie:Teil 3 -
Vor 40 Jahren gab es in der Bundesrepublik Deutschland einen wahren Fitness-Boom. Auf sogenannten Trimm-Dich-Pfaden machte man sich an verschiedenen Stationen mit Klimmen und Beugen, mit Hängen und Stemmen fit. Später kamen die Trimm-dich-Pfade aus der Mode. Jetzt wurden in Berlin und Brandenburg einige alte Pfade wiederbelebt.

Einer der alten Trimm-dich-Pfade ist der im Berliner Grunewald. Bevor man an den einzelnen Stationen übt, läuft man sich am besten erst mal warm. Dafür kann man ein, zwei Runden den Trimm-dich-Pfad durchlaufen, ohne die Übungen zu machen. Das steigert die Elastizität der Muskeln und Sehnen und soll Verletzungen vorbeugen. Dazu dient auch das Kreisen der Arme und der Beine.
Auf dem Trimm-dich-Pfad stärkt man sowohl die Muskelkraft als auch die Ausdauer. Ein effektives Training. Los geht’s mit einem echten Klassiker: Klimmzüge. Wer es schafft kann diese 10 bis 20 Mal wiederholen. Klimmziehen ist eine der Grundübungen für die Rückenmuskulatur. Sie wird ebenso gestärkt wie die Muskulatur der Arme. Allein mit dieser einen Übung trainiert man also schon sehr viele Muskeln. Weiter geht's zu den Liegestützen: Hier werden die Brustmuskeln und der Trizeps beansprucht. Die Arme breit aufstützen, damit die Brustmuskeln gefordert sind. Der Rücken bleibt gerade.

Nicht jede der alten Übungen ist gleich gut geeignet. Beispiel : die Sit-Ups auf der Bank. Weil sie den Rücken zu stark belasten, sollte man sie lieber weglassen. Oder das früher so beliebte Balken springen, denn dabei kann man hängen bleiben. Wer nicht darauf verzichten will, springt nur hinter dem Balken auf der Stelle. Ungefährlich und effizient: die Steigeübung. Langsam auf die Bank steigen, langsam wieder runter. Das Knie stabil halten, etwa 20 Mal. Das garantiert einen festen Po und stramme Beinmuskeln.
Der Anfänger fängt mit einem Training pro Woche an, nach und nach kann man auf zwei und drei Einsätze die Woche steigern. Wer vor allem Kraft trainieren will, der macht mehr Wiederholungen, wer besonders Wert auf die Ausdauer legt, der rennt mehr. Egal, wie oft man sich auf dem Trimm-dich-Pfad quält, am Ende sollte es immer heißen: dehnen – für die Beweglichkeit und um sich zu entspannen.
Filmbeitrag: Carola Welt
Infotext: Constanze Löffler











